Ermittlungen seit 2018

Ärzte unter Verdacht: Betrug und Behandlungsfehler

Oberösterreich
08.06.2021 17:06

Seit 2018 wurde gegen zwei Zahnärzte aus dem Bezirk Steyr Land in Oberösterreich ermittelt: Nun liegen 224 Fakten gegen die beiden Mediziner vor. Von mutmaßlich verfälschten Abrechnungen bis hin zu Körperverletzung.

Beamte aus Garsten führten seit August 2018, nach der Anzeige einer Geschädigten bei der Staatsanwaltschaft Steyr, Ermittlungen gegen zwei Zahnärzte aus dem Bezirk Steyr-Land durch. Bei den langwierigen und intensiven Nachforschungen und unzähligen Vernehmungen von Opfern erhärtete sich der Verdacht, dass der 45-jährige Arzt unter anderem durch Vorlage von Abrechnungen, denen keine oder andere als die in den Abrechnungen angeführten Behandlungsleistungen zugrunde lagen, Kassen und Patienten am Vermögen geschädigt haben soll. Er soll auch Unterschriften von Patienten auf Anträgen gefälscht haben.

Behandlungen ohne Zulassung
Sein 54-jähriger Kollege soll vor allem Behandlungen durchgeführt haben, für die er keine Nostrifikation besitzt. Bei einer Vielzahl von durchgeführten Überprüfungen von Patienten durch Sachverständige konnten oftmals grobe Fehlbehandlungen festgestellt werden. Dabei sollen teilweise auch Körperverletzungen mit länger andauernden bzw. irreparablen Gesundheitsschädigungen vorliegen.

Sechsstelliger Schadenbetrag
Es konnten insgesamt 224 Fakten ermittelt werden, der Gesamtschaden beläuft sich auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.

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