Teamchefs im Clinch

Verstappen & Hamilton: Wolff & Horner in Boxring!

Formel 1
06.06.2021 09:44

Wie Lewis Hamilton und Max Verstappen gedenken, den Streit ihrer beiden Teamchefs, Toto Wolff und Christian Horner, zu lösen? „Schickt sie in den Boxring!“, scherzten die beiden Fahrer am Samstag nach dem Qualifying auf der Pressekonferenz.

Ein virtuell zugeschalteter Journalist wollte auf der Pressekonferenz von Verstappen und Hamilton wissen, wie sie denn mit dem Zoff ihrer beiden Bosse in der „Flügel-Causa“ umgehen. Hamilton, nach dem Qualifying Zweiter, antwortete wie aus der Pistole geschossen und in Richtung Verstappen schmunzelnd: „Schickt sie doch in den Boxring!“ Verstappen, Qualifying-Dritter, nahm die verbale Steilvorlage sofort auf und witzelte zurück zu Hamilton: „Ich orte da aber gewisse Unterschiede in Sachen Gewicht und Reichweite.“ Und er scherzte weiter: „Von mir aus könnten wir die Formel 1 ruhig im Boxring austragen, vor allem wenn es darum geht, die Strafen zu reduzieren.“

Verstappen: „Ist ja gut so“
Dann aber wurden beide doch noch ernst. Verstappen meint: „In der Formel 1 ist nun einmal viel Feuer und Emotion drin. Da wird ab und zu schon auch einmal deftiger formuliert. Aber das ist ja gut. So haben die Medien etwas zu berichten und die Leute etwas zu reden.“ Hamilton sekundierte: „Wir lassen unsere Taten lieber auf der Strecke sprechen.“

Die drei Top-Platzierten nach dem Baku-Qualifying: Pole-Mann Charles Leclerc (re.), Max Verstappen (Dritter, Mitte), Lewis Hamilton (Zweiter) (Bild: AP)
Die drei Top-Platzierten nach dem Baku-Qualifying: Pole-Mann Charles Leclerc (re.), Max Verstappen (Dritter, Mitte), Lewis Hamilton (Zweiter)

Horner rein „Schwätzer“?
Mercedes-Teamchef Wolff hatte am Samstag via Sky-Interview sein Red-Bull-Pendant Christian Horner im sogenannten „Flügel-Streit“ als „Schwätzer“ bezeichnet. Horner solle „lieber bescheiden sein und nicht solche Sprüche ablassen. Er war es, der 2014 mit einem flexiblen Frontflügel disqualifiziert worden ist.“

Christian Horner (li.) und Toto Wolff (Bild: GEPA )
Christian Horner (li.) und Toto Wolff

Die Flexi-Flügel-Affäre
Worum geht es bei dem Streit? Über dem Grand-Prix-Wochenende von Baku hängt die Diskussion um die biegsamen Heckflügel von Red Bull und anderen Teams wie Ferrari, Alfa Romeo und Alpine. Diese bringen durch geringeren Luftwiderstand einen Vorteil auf den Geraden, weil sie sich bei höheren Geschwindigkeiten biegen können. In den Kurven nimmt der sogenannte Flexi-Flügel wieder seine ursprüngliche Form an und sorgt für Abtrieb. Das technische Regelwerk besagt, dass alle Aerodynamik-Elemente festsitzend und unbeweglich sein müssen.

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(Bild: KMM)



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