05.06.2021 22:36 |

Wolff schießt scharf

Flügel-Zoff eskaliert: „Horner ist ein Schwätzer!“

In der Flexiwings-Affäre wird der Ton rauer. Mercedes-Teamchef Toto Wolff teilte am Samstag gegen Red Bulls Christian Horner aus: „Er ist ein Schwätzer, der sich selbst gerne vor der Kamera sieht.“

Sein Amtskollege sollte „lieber bescheiden sein und nicht solche Sprüche ablassen“, schimpfte Wolff in einem Sky-Interview rund um das Baku-Qualifying. „Er war es, der 2014 mit einem flexiblen Frontflügel disqualifiziert worden ist.“

Zuvor hatte Christian Horner in Richtung von Wolff gestichelt: „Wenn ich Toto wäre, würde ich den Mund halten."

Worum geht es bei dem Streit? Über dem Grand-Prix-Wochenende von Baku hängt die Diskussion um die biegsamen Heckflügel von Red Bull und anderen Teams wie Ferrari, Alfa Romeo und Alpine. Diese bringen durch geringeren Luftwiderstand einen Vorteil auf den Geraden, weil sie sich bei höheren Geschwindigkeiten biegen können. In den Kurven nimmt der sogenannte Flexi-Flügel wieder seine ursprüngliche Form an und sorgt für Abtrieb. Das technische Regelwerk besagt, dass alle Aerodynamik-Elemente festsitzend und unbeweglich sein müssen.

So manches Teams kündigte einen Protest an, falls Red Bull die Regeln auch hier - im wahrsten Sinne - etwas zu eigenen Gunsten verbiegen will. Speziell auf den langen Geraden dort könnte ein flexibler Flügel ein erheblicher Vorteil sein. Der Rennstall veränderte seine Einstellungen aber offenbar erneut.

Horner verteidigt sein Team und kritisiert die angekündigten Proteste anderer Teams: „Wenn man sich ein Ende des Fahrzeugs ansieht, dann muss man sich auch das andere Ende ansehen. Man kann die Bereiche nicht isoliert betrachten und sagen, diese Regeln betreffen nur dieses eine Bauteil. Man muss sich alles anschauen. Manchmal muss man vorsichtig sein, was man sich wünscht. Man öffnet da die Büchse der Pandora.“

Ingemar Pardatscher
Ingemar Pardatscher
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