19 Fälle bestätigt

Volksschulcluster wächst: Lehrerin drohen Folgen

Der Volksschulcluster im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich zieht immer weitere Kreise. Auch ein mögliches Fehlverhalten der infizierten Lehrerin wird derzeit von der Bildungsdirektion überprüft.

Die Enthüllungen der „Krone“ rund um den Volksschulcluster in Orth an der Donau im Bezirk Gänserndorf sorgten für ein Rauschen im Blätterwald. Neben zwei Folgefällen wurden am Mittwoch aber auch immer mehr Details rund um den größten Infektionsherd des Landes bekannt. So unterrichtete die infizierte Lehrerin, durch die das Virus laut Angaben des NÖ-Sanitätsstabes in das Bildungshaus eingeschleppt worden war, auch in der Volksschule im nur wenige Kilometer entfernten Engelhartstetten. „Auch in dieser Schule mussten jetzt vier Klassen in Quarantäne geschickt werden“, heißt es aus der NÖ-Bildungsdirektion.

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Beide Volksschulen wurden nicht geschlossen. Es wurden lediglich die betroffenen Kinder behördlich abgesondert. Alle anderen Kinder dürfen in die Schule kommen.

Eine Sprecherin der NÖ-Bildungsdirektion

Dort wird der Vorfall derzeit auch genau unter die Lupe genommen. Kursierende Gerüchte, wonach die Pädagogin trotz positivem Test ohne Maske unterrichtet habe, wurden indes weiterhin nicht bestätigt. „Wir prüfen in alle Richtungen, ob ein Fehlverhalten der Lehrerin vorliegt“, heißt es dazu in St. Pölten. Klar scheint aber: Sollten sich die Vorwürfe erhärten, hat das für die Lehrerin wohl dienstrechtliche Folgen.

Inzidenzwert im Bezirk Gänserndorf erhöht
Laut Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig gehen mittlerweile 19 Ansteckungen auf den Cluster zurück. Weitere Folgefälle können aufgrund der zeitverzögert auftretenden Krankheitssymptome aber nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt 154 Kontaktpersonen mussten aufgrund des Vorfalls bereits in Quarantäne.

Ausgewirkt hat sich der Cluster indes auch auf den Inzidenzwert im Bezirk Gänserndorf. Mit einem Wert von 81,1 ist dieser bereits seit Tagen erhöht - und somit fast fünfmal so hoch wie etwa im Nachbarbezirk Korneuburg (16,4).

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