19.05.2021 07:00 |

Aktion gegen Giftköder

Grazer Ordnungshüter auf Tierschutz-Streife

Immer wieder werden in Grazer Parks Giftköder ausgelegt. Die Stadt lässt im Kampf gegen Tierquäler die Ordnungswache aufmarschieren. Wir haben uns bei einer Übung zeigen lassen, wie die Truppe arbeitet.

Wie kann man so etwas nur tun? Vergiftete Fleischstücke auslegen, um Hunde zu töten. Nachdem sich in der steirischen Landeshauptstadt die Giftköderfunde zuletzt wieder gehäuft haben (siehe unten), wurden Maßnahmen ergriffen. Seit Kurzem ist eine Tierschutz-Streife im Einsatz. „Wir sind damit Vorreiter in Österreich“, sagt Vizebürgermeister Mario Eustacchio stolz.

Spezialausbildung
Die Ordnungswache (für Nicht-Grazer: eine Art Hilfspolizei) hat dafür eine Spezialausbildung bekommen. „Sie wurden von unserem Amtstierarzt Klaus Hejny geschult“, erklärt der FPÖ-Stadtparteichef. Letzte Woche wurde am Rosenhain im Bezirk Geidorf, ein Manöver abgehalten.

Binnen Minuten sind Ordnungshüter auf dem Fahrrad zur Stelle. „Das ist unsere schnelle Eingreiftruppe“, sagt Einsatzleiter Christian Steger. Kurz darauf kommt auch schon Verstärkung. Alles hört auf Stegers Kommando: „Wir suchen jetzt die Hundewiese ab!“ Die Beamten bilden eine Kette und durchkämmten so das ganze Areal.

„Das ist sehr wichtig“
Eustacchio, der als Zaungast dabei ist, scheint mit der Tierschutz-Streife auch politisch einen guten Riecher gehabt zu haben. Immer wieder wird der Politiker von Hundebesitzern angesprochen. „Das ist sehr wichtig“, meint eine Frau im Vorbeigehen. Eine andere sagt: „Vielen Dank, dass sie das machen!“

Die Fundgebiete werden auch danach verstärkt bestreift - „um Präsenz zu zeigen, aber natürlich auch in Zivil“. Die Tierschutz-Streife ist aber nur eine von vielen Maßnahmen. Die Menschen in der Umgebung werden gewarnt. „Nach dem letzten Fund in Mariatrost haben wir 1000 Haushalte angeschrieben“, berichtet der stellvertretende Stadtchef. Zudem werden bei den Fundorten künftig Warnschilder angebracht.

Eustacchio bittet die Bevölkerung, die Augen offen zu halten und Giftköderfunde sofort der Polizei oder der Ordnungswache zu melden - und nicht erst Tage später. Das kann Hundeleben retten! Und es erhöht die Chance, dass der Täter geschnappt wird.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter
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