Anrainer protestieren:

Fotovoltaik-Lawine als große Gefahr

Im ganzen Land wachsen aktuell die Pläne für frei stehende Fotovoltaik-Flächen regelrecht in den Himmel. Großunternehmen, Investoren und Private wollen nämlich ihr ganz persönliches Stück vom großen und recht lukrativen Klimawandel-Business-Kuchen mitnaschen. Vielerorts regen sich nun aber auch heftige Proteste dagegen, so auch im beschaulichen Kilb, Bezirk Melk.

Ginge es nach dem streitbaren Umweltschützer-Trio Gerhard Bock, Josef Labenbacher und Walter Wagner, würde das groß angelegte Fotovoltaik-Projekt in Schützen, Gemeinde Kilb, nicht stattfinden. Ein örtliches Unternehmen möchte auf einer Fläche von rund elf Hektar Land, umgerechnet 16 Fußballfelder, eine frei stehende Anlage errichten und den wertvollen Ackerboden dafür unnutzbar machen. Die Pläne wurden nun bereits bei den Behörden eingereicht, den Anrainern schmecken die Vorgänge aber nicht: „Wir sind nicht gegen erneuerbare Energie, aber hoch qualitative Böden dafür zu verbauen ist eine Schande“, so Wagner. Mit ihrer Kritik stehen die drei Kilber nicht alleine da, die Stimmung für den Bau hat sich aufgrund der Größe geändert. „Wir wollen sensibilisieren, unsere Kinder werden uns das Zubetonieren sicher nicht danken“, meinen die Gegner.

Was sich zuerst nur nach einem „kleinen Problem im Mostviertel“ anhört, wird bald zwischen Enns und Leitha große Wellen schlagen. Vielerorts wird nämlich an Fotovoltaik-Anlagen auf Acker- und Grünland geplant. Währenddessen werden Dachflächen-Anlagen aufgrund von teuren Anschlussgebühren und fehlenden Trafo-Anschlüssen verworfen. Die Politik kommt unter Zugzwang, und die angekündigte Zwei-Hektar-Grenze im Freiland ist wohl bald nur ein „Richtwert“.

Josef Poyer
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 Niederösterreich-Krone
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