16.02.2021 13:04 |

Amateursport öffnen:

„Wir haben bewiesen, dass es funktioniert!“

Wieder keine Lockerungen für den Amateursport in Österreich! Schön langsam wird es für die Kinder und auch den Breitensport immer belastender. Allerdings zeigte mit Stadtligist Vienna schon ein „Amateur-Verein“ wie es in der Praxis gehen kann. „Wir haben bewiesen, dass es geht. Wir waren der lebende Beweis dafür“, so Sportdirektor Markus Katzer, „unser Team hat das vorgezeigt. Man muss kein Profiklub sein, um sich an die Regeln und Vorgaben zu halten. Bei uns hat es keinen einzigen positiven Fall gegeben.“

Der Breitensport steht in Österreich seit Ende Oktober still. Aber nicht nur die Erwachsenen sehnen eine Öffnung herbei. Auch die Kinder brauchen dringend wieder sportliche Betätigung. Während der Profisport schon längst wieder im Training steht, wartet alles andere auf den Startschuss von Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Vienna als Außnahme
Allerdings durfte mit der Vienna eine Amateurmannschaft durchgehend wie die Profis trainieren. Die Mannschaft von Trainer Zellhofer hat nämlich im ÖFB-Cup überwintert und somit eine Teilnahme an einem österreichweiten Wettbewerb geschafft. Doch nach der 0:1-Niederlage am 5. Februar gegen Bundesligist Sturm Graz muss jetzt auch die Vienna wieder auf die „Ersatzbank“ und wieder auf eine Einwechslung warten. „Es gibt eben diese Regeln. Wir müssen sie akzeptieren und uns daranhalten. Wir sind aber ein lebendes Beispiel gewesen, dass es auch im Amateurbereich funktionieren kann und man die Verordnungen umsetzen kann“, erklärt Viennas Sportdirektor Markus Katzer.

Kein einziger positiver Fall
Natürlich hat man sich bei den Trainings und den Spielen strikt an die Vorgaben gehalten. Die Spieler konnten sich aber ohne Probleme in der Kabine umziehen oder nach dem Training auch duschen. Bis eben zum Schlusspfiff des Cupspiels in Graz. Ab diesem Zeitpunkt war es dann eben nicht mehr möglich. Die Vienna schied nicht nur aus dem Cup aus, sondern verlor somit auch die „Privilegien“ eines Profi-Klubs. „Für uns natürlich eine schlimme Sache. Wir haben ja bewiesen, dass es funktioniert!“, so Katzer weiter. Wann der Stadtligist wieder im Training angreifen und in der Meisterschaft um Punkte kämpfen kann, steht aber weiter in den Sternen - vielleicht ja zu Ostern...

Marco Cornelius
Marco Cornelius
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