11.02.2021 12:27 |

„Unter 30.000 Euro“

Ein Volkswagen? Das Basismodell des VW ID.3 ist da

VW will mit dem ID.3 die Massen mobilisieren. Die Wolfsburger sehen den Stromer in einer Bedeutungslinie mit VW Käfer und VW Golf, also als echten Volkswagen im Wortsinn. Doch bisher waren für einen VW ID.3 mindestens 37.000 Euro zu zahlen (abzüglich Förderung). Nun ist endlich das Einstiegsmodell bestellbar.

Es war von Anfang an angekündigt, dass es eine ID.3-Version unter 30.000 Euro geben wird, auf dieses Versprechen beruft sich VW nun. In der österreichischen Preisliste steht das Basismodell nun für 33.020 Euro. Wie bitte? Ja, genau. Gut zehn Prozent mehr, als wir erwartet haben.

Zieht man die Elektromobilitätsförderung ab, bleiben für den Kunden 27.620 Euro zu zahlen. Weil: 3000 Euro schießt der Staat zu, 2000 Euro netto der Importeur, außerdem ist die Mehrwertsteuer für die 2000 Euro abzuziehen. Aber ist das das, was VW versprochen hat?

Schauen wir uns das mal genau an. Dass der Basispreis unter 30.000 Euro liegen würde, war laut den VW-Aussendungen rund um die Präsentation des ID.3 für Deutschland angekündigt. Für Österreich war von einem Basispreis von um die 30.000 Euro die Rede. Unter Basispreis ist gemeinhin der Preis zu verstehen, der in der Preisliste steht. Also auch kein Aktionspreis oder Ähnliches. In den Aussendungen wurden etwaige Förderungen nicht thematisiert.

Bei VW heißt es, „wir haben immer den Preis nach Abzug der Förderung gemeint“. Na dann.

Was bekommt man nun mit dem Basismodell?
Fakt ist: So leistbar war der VW ID.3 noch nie. Auch als Basismodell ist er voll familientauglich, bietet bei Golf-Außenmaßen ein Platzangebot im Innenraum, das (mit Abstrichen) eher mit dem eines VW Passat vergleichbar ist, wenn auch nur einen Kofferraum im Golf-Format. Der hat aber über Generationen ausgereicht.

Antrieb und Batterie sind natürlich abgespeckt. Der Elektromotor im Heck des VW ID.3 Pure inklusive dem sogenannten Performance Upgrade leistet 110 kW/150 PS, die Batterie hat eine Kapazität von 45 kWh. Die WLTP-Reichweite liegt bei 351 Kilometer. Geladen wird entweder mit maximal 7,2 kW Wechselstrom (7:30 Stunden bis 100%) oder Gleichstrom mit bis zu 100 kW (31 Minuten bis 80%). 

Der ID.3 Pure ist in drei Ausstattungsstufen erhältlich: Basis, City oder Style. Schon in der Basis serienmäßig sind unter anderem LED-Scheinwerfer- und -Rückleuchten, Ambientebeleuchtung mit zehn Farben, Radartempomat mit Stop&GO, Klimaautomatik, Parkpiepser vorn und hinten, Autonotbremse, Notrufsystem und Center-Airbag, Navigationssystem Discover Pro mit DAB+-Tuner und zwei USB-C-Schnittstellen in der Mittelkonsole sowie die Online-Dienste von „We Connect Start“. Die Stahlfelgen messen 18 Zoll.

Insgesamt ist der heckgetriebene ID.3 nun in drei Batteriegrößen - 45 kWh, 58 kWh und 77 kWh - und in drei maximalen Leistungsstufen - 107 kW/145 PS, 110 kW/150 PS und 150 kW/204 PS - mit Reichweiten laut WLTP von 324 bis zu 549 Kilometer erhältlich. Die Preisliste reicht bis 49.040 Euro für den VW ID.3 Pro S Tour.

Dass nun das Einstiegsmodell verfügbar ist, wird den Erfolg des ersten als reines E-Auto konzipierten VW weiter befeuern. In Norwegen und Deutschland beispielsweise liegt der ID.3 bereits ohne Basismodell seit einigen Monaten auf Platz 1 der Elektrofahrzeuge und auch in Österreich übernahm er zum zweiten Mal in Folge die Führung im Bereich der E-Autos.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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