08.02.2021 08:44 |

Wegen Ölpreisverfalls

Haushaltsenergiepreise 2020 um 5,6% niedriger

Österreichs Haushalte mussten im Vorjahr deutlich weniger für Energie zahlen. Grund dafür war vor allem der Ölpreisverfall besonders zu Beginn der Corona-Krise, der Treibstoffe und vor allem Heizöl (minus 22,4 Prozent) deutlich verbilligte. Auch Gas und Fernwärme sind etwas billiger. Teurer waren Brennholz und Strom, die Preise für Holzpellets blieben stabil.

Im Jahresdurchschnitt sanken die Haushaltsenergiepreise um 5,6 Prozent und wirkten auch inflationsdämpfend, so die Österreichische Energieagentur. „Ohne den Rückgang der Energiepreise läge die Inflation bei etwa zwei Prozent“, so Geschäftsführer Peter Traupmann. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Vorjahr um 1,4 Prozent.

Den stärksten Preisrückgang gab es bei Heizöl mit minus 22,4 Prozent - anders als im Jahr 2019. Superbenzin kostete im Jahresdurchschnitt um 12,1 Prozent weniger. Diesel war um 12,8 Prozent billiger. Damit zahlte man für eine 50 Liter Tankfüllung 2020 unabhängig von der Treibstoffart um rund sechs Euro weniger als vor einem Jahr. Bei Rohöl sei es im Frühjahr zu massiven Preiseinbrüchen gekommen, von denen sich die Märkte nur langsam erholt hätten. Das wirkte sich auch auf Sprit und Heizöl aus.

Gas war um 1,2 Prozent billiger und lag auf dem Niveau von 2018. Fernwärme kostete laut Energiepreisindex (EPI) um 0,3 Prozent weniger. Die Preise für Holzpellets waren stabil. Brennholz verteuerte sich um 0,7 Prozent. Auch Strom war etwas teurer. Ab Ende Februar brach die Nachfrage ein und lag im April um 13 Prozent unter dem Mittelwert der Jahre 2016 bis 2020. Ab dann stiegen die Preise wieder und lagen zum Jahresende über dem Wert von Anfang des Jahres und auch über dem langjährigen Mittel.

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