Polizei zieht Bilanz

Zwei Festnahmen und 75 Anzeigen bei Demos

Steiermark
24.01.2021 22:30

Am Wochenende fanden in der Steiermark mehrere Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmenverordnung statt. Die Polizei setzte auf starke Präsenz und konsequente Überwachung der Bestimmungen. Die Versammlungen verliefen durchaus friedlich. Es kam dennoch zu einigen Zwischenfällen.

  • In Fehring etwa versammelten sich 50 Personen. Demonstriert wurde gegen die Corona-Bestimmungen. Trotz des Dialoges verzichteten die Teilnehmer auf das Tragen des Mund-Nasenschutzes. Polizisten führten daraufhin Identitätsfeststellungen durch. Es kam hier zu rund 35 Verwaltungsanzeigen an die zuständige Behörde. Einsatzkräfte erkannten dabei auch fünf Personen wieder. Sie hatten eine Woche zuvor bei einer Demonstration in Feldbach teilgenommen und dort verwaltungsrechtliche Übertretungen begangen. Nun werden sie zur Anzeige gebracht.
  • In Leibnitz versammelten sich zirka 120 Personen. Sie führten einen Lichtermarsch gegen die Corona-Maßnahmen durch. Auch hier kam es zu rund 40 Anzeigen nach den Covid-19-Bestimmungen sowie zu zwei Festnahmen nach den Bestimmungen des Verwaltungsstrafgesetzes.
  • In Ramsau am Dachstein versammelten sich 50 Personen friedlich zum Thema: „Wir setzen einen Lichtpunkt aus der Region Ramsau am Dachstein“, hieß es seitens der Teilnehmer. Hier kam es zu keinen Vorkommnissen.
  • In Graz demonstrierte eine geringe Anzahl an Menschen gegen Asyl-und Klimapolitik, Tierquälerei, aber auch gegen eine „Corona-Diktatur“.
Ähnlich wie in Wien: Weiße Masken und Overalls der Aktivisten. (Bild: Christian Schulter)
Ähnlich wie in Wien: Weiße Masken und Overalls der Aktivisten.

„Die steirische Polizei versteht sich als Schützer der Grund-und Freiheitsrechte. Unter Einhaltung der Covid-Bestimmungen ist es obligat seine Meinung zu äußern. Wir werden auch weiterhin Versammlungen verstärkt überwachen. Wenn unsere Philosophie, Dialog und Deeskalation, jedoch nicht greift, werden Übertretungen zur Anzeige gebracht. Dabei kann es (wie in Leibnitz) auch erforderlich sein, dass wir zur Sicherung des Verwaltungsrechtes Festnahmen durchführen müssen“, so Oberstleutnant Robert Pontesegger von der Landespolizeidirektion Steiermark.

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