21.01.2021 13:50 |

Gebrauchte Hardware

Jeder Zehnte würde Nacktfotos weiterverkaufen

Computer, Smartphones, Speichermedien: Jeder zweite Österreicher hat solche Geräte laut einer Umfrage des IT-Security-Spezialisten Kaspersky schon einmal weiterverkauft. Die enthaltenen Daten vernichtet aber nur ein Teil der Verkäufer richtig. Viele hinterlassen Privates auf den Geräten - und bringen damit mitunter pikantes Material wie Sexting-Fotos in die falschen Hände. Was die damit alles anstellen könnten? Nicht abzusehen …

Laut einer Kaspersky-Umfrage unter 500 Österreichern würde nur ein Drittel der Käufer von Gebrauchtgeräten die Daten des Vorbesitzers ungesehen löschen, wenn dieser Privates auf dem Gerät vergisst. Ein Großteil der Befragten würde sich die persönlichen Daten des Vorbesitzers zumindest ansehen. Jeder Zehnte gab in Kasperskys Umfrage gar an, er würde versuchen, das Material gewinnbringend zu verkaufen.

Viele wissen nicht, wie man richtig löscht
Seitens der Verkäufer versucht zumindest die Mehrheit von 83,2 Prozent, die Daten auf ihren Geräten vor dem Verkauf zu löschen. Die Hälfte weiß allerdings nicht, wie man das richtig macht: Beim einfachen Formatieren wird nämlich nur das „Inhaltsverzeichnis“ eines Datenträgers gelöscht. Mit spezieller Software können die Daten schnell wiederhergestellt werden. Vor dem Weiterverkauf eines Gerätes sollten die darauf gespeicherten Daten also fachgemäß vernichtet werden.

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Daten benutzt werden, um Angriffe auf den vorherigen Eigentümer des Geräts, wie auch dessen nahestehende Personen - Familie, Freunde oder Peers - durchzuführen.

Marco Preuß von Kaspersky

Ansonsten drohe nicht nur der Verkauf privater Daten, sondern auch ein Cyber-Angriff. Marco Preuß von Kaspersky: „Neben Identitätsdiebstahl oder Zugriff auf Konten wären auch eine Erpressung oder gar der gesellschaftliche Ruin der ursprünglichen Besitzer möglich. Zudem könnten Daten benutzt werden, um Angriffe auf den vorherigen Eigentümer des Geräts, wie auch dessen nahestehende Personen - Familie, Freunde oder Peers - durchzuführen.“

Richtiges Löschen durch mehrmaliges Überschreiben
Um Daten zuverlässig zu vernichten, rät Kaspersky zum Gebrauch spezieller Datenvernichtungs-Tools. Sie löschen nicht nur das „Inhaltsverzeichnis“ eines Datenträgers, sondern überschreiben die enthaltenen Daten mehrfach, damit sie nicht wiederhergestellt werden können. Mit dem „File Shredder“ habe man ein solches Tool in die hauseigene Security-Software integriert, so Kaspersky. Alternativ gibt es mit „Cipher“ auch ein Windows-Bordmittel dafür.

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