16.01.2021 23:05 |

Kolumne

Die Lage ist ernst

Warnende Stimmen hätte es genug gegeben. Damit sind nicht düstere Prophezeiungen irgendwelcher Spinner gemeint, die in Zeiten großer Krisen stets auf die Bühnen treten und ihr Publikum finden. Am Wort sind nun bitte die vielen klugen Wissenschaftler, die in ihren Fächern der Virologie und der Epidemiologie beschlagen sind.

Da tragen international die besten Leute ihr Wissen aus den Labors an die Öffentlichkeit. Auch in Europa, in Österreich, in Salzburg haben Spitzenmediziner und Spitalsärzte wie etwa Friedrich Hoppichler und Richard Greil die politischen Entscheidungskräfte zu sensibilisieren versucht.

Manchmal haben die Experten Gehör gefunden. Andere Stimmen aber waren lauter. Die der bekannten Lobbyisten, die der unsäglichen Mahrers, die der saturierten Ignoranten, die der üblichen Freunderl.

Und jetzt haben wir den Salat, der längst ein chaotisches Desaster ist.

Kurz: Die Lage ist ernst.

Es hat nun keinen Sinn, die politischen Versäumnisse aufzuzählen. Es ist nutzlos zu beklagen, dass die Politik aus elf Monaten Virus-Krise erschreckend wenig gelernt hat. Beginnen wir ein neues Kapitel.

Dazu muss den Regierungen in Wien und in den Bundesländern klar sein, was wirklich wichtig ist.

Nun sollen die Lobbyisten, die Mahrers, die Ignoranten, die Freunderl einfach den Mund halten.

Die Politik darf später, wenn alles mehr oder weniger überstanden ist, wieder Umfragepunkte sammeln.

Jetzt hören bitte alle einmal auf die Experten, die wissen, wovon sie reden.

Claus Pándi
Claus Pándi
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