14.01.2021 06:36 |

Schreckmoment in Miami

Österreichs Sport in den Klauen Coronas

Pures Chaos! Wer geglaubt hat, dass 2021 alles besser und einfacher wird, der hat sich (noch) ordentlich getäuscht. Dieser Tage bekommen das besonders unsere Ski-Stars und Tennis-Held Dominic Thiem zu spüren. Im Ski-Weltcup dauerte die Vorfreude auf zwei Kitzbühel-Slaloms nicht einmal 48 Stunden – gestern wurden sie wegen Corona-Bedenken nach Flachau verlegt. Und Thiem muss bei den Vorbereitungen auf die Australian Open zumindest vorerst auf Coach Nicolas Massu verzichten – der Chilene wurde positiv getestet.

„Die sicherste Lösung“
Wegen Corona-Cluster in Jochberg wurden die Slaloms von Kitz nach Flachau verlegt. Auch, um die Hahnenkamm-Abfahrt zu retten. Weil sich die englische Corona-Mutation in der Region Kitzbühel ausgebreitet hat, wurden die für Samstag und Sonntag geplant gewesenen Slaloms nach Flachau verlegt. Beschlossen wurde dies auf Empfehlung der Bundesregierung und der Tiroler Landesregierung. „Die Entscheidung war wohlabgewogen, ist demütig anzunehmen“, meinte Kitzbühels Organisations-Chef Michael Huber.

Nun sollen in Kitz flächendeckende Tests durchgeführt werden. Mit dem Ziel, auf dem Hahnenkamm von 22. bis 24. Jänner zwei Abfahrten und einen Super-G durchzuführen. Einen Slalom wird es 2021 in der Gamsstadt nicht geben. Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler sagt: „Es war eine politische Hochsicherheitsentscheidung, um allfällige Gefahrenherde eindämmen zu können.“

Österreichs Ski-Boss Peter Schröcksnadel ist überzeugt: „Es ist die sicherste, die vernünftigste Lösung.“ Flachau ist erstmals seit 2011 (damals gewann der Kroate Ivica Kostelic einen Slalom) wieder Austragungsort eines Herren-Weltcup-Rennens! Erst am Dienstag fuhren die Damen in Flachau - die Infrastruktur steht also, die Piste ist rennfertig, wird für die Herren noch ein wenig nachgeschärft. Beim Preisgeld wäre es in Kitz um je 220.000 Euro gegangen, jetzt werden „nur“ 120.000 Euro ausgeschüttet. 

Auch im Tennis
Und auch im Tennis gibt es derzeit Schwierigkeiten: Der Covid-19-Test von Nicolas Massu wurde positiv, Er muss jetzt in Miami in Quarantäne statt des Abflugs zu den Australian Open. 

Vor der Abreise aus Miami bei Dominic Thiem in Niederösterreich. „Es tut mir so leid, ich kann nicht mitfliegen“, seufzte Nicolas Massu, „mein Corona-Test ist positiv. . .“

In Florida infiziert
Der Chilene, seit Februar 2019 Headcoach des Tennisstars, infizierte sich in Florida. „Ich habe aufgepasst, mich an alle Regeln gehalten“, erzählt Massu, „keine Symptome, aber ein positives Ergebnis. Es geht in den USA mit Corona drunter und drüber.“

Thiem in Adelaide
Dominic flog gestern via Barcelona mit seinem Team nach Adelaide, Trainer-Papa Wolfgang hofft bei Massu auf ein Wunder. „Die Australian Open starten erst am 8. Februar. Nico ist nach dem Ergebnis schockiert. Wir hoffen, dass er nachreisen kann, sobald ein Test negativ ist. In der Zwischenzeit übernehme ich das Coaching.“ Neben Wolfgang sind Bruder Moritz, Physio Alex Stober und Manager Herwig Straka in „Down Under“ dabei.

Auf seiner Homepage äußerte sich Dominic gestern zu seiner neuen Liebe Lili Paul-Roncalli. „Wir haben uns erstmals in Wien getroffen. Wir verstehen uns gut, können viel miteinander lachen und genossen die wenigen gemeinsamen Tage.“ Während Dominic ab 1. Februar beim ATP Cup in Melbourne im Einsatz ist, steht Lili für den deutschen TV-Sender VOX vor der Kamera.

Alex Hofstetter, Peter Moizi, Kronen Zeitung

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