Mega-Serie gerissen

Stefan Kraft? „Es tut einem beim Zuschauen weh“

Ski Nordisch
01.03.2026 14:25
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Es tut einem beim Zuschauen weh“, brachte es Andi Goldberger auf den Punkt. Stefan Kraft steckt weiter in der Krise, auch beim Skifliegen am Kulm blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus.

Dabei hatte sich der 32-Jährige für sein Heim-Wochenende in der Steiermark wohl mehr erhofft. Bereits in der Qualifikation am Freitag musste er zittern. Mit einem Sprung auf 188 Meter rettete sich der Salzburger als 40. gerade noch in den Wettkampf – auch begünstigt durch die Disqualifikation von Anze Lanisek. „Spielen brauche ich mich nicht mehr, ich bin auch noch sauschiach hingehüpft. Ich war so flach über dem Vorbau, da hätte ich es echt fast vergeigt“, übte Kraft schonungslos Selbstkritik.

Im Training war er noch voll dabei gewesen, doch nach einem Skiwechsel fühlte er sich laut eigenen Aussagen verunsichert. „Vielleicht hab ich die Verwarnung ja gebraucht“, meinte er, kündigte an, sich neu sortieren zu wollen.

Stefan Kraft
Stefan Kraft(Bild: Sepp Pail)

Im ersten Bewerb landete der ehemalige Skiflug-Weltmeister von 2023 am Kulm am Ende auf Rang 16 – kein Desaster, liegt aber weit weg von seiner alten Dominanz.

Goldberger: „Das ist nicht schön“
Auch im zweiten Wettkampf am Sonntag gelang es ihm nicht, den angepeilten Befreiungsschlag zu landen. Mit 196 Metern blieb Kraft erneut unter der 200-Meter-Marke und qualifizierte sich als 29. nur knapp für den zweiten Durchgang. „Er tut mir so leid. Das ist ja nicht schön“, sagte ORF-Kommentator Michael Roscher betroffen. ORF-Experte Andi Goldberger ergänzte: „Es tut einem beim Zuschauen weh.“

Skisprung-Legende und ORF-Experte Andreas Goldberger
Skisprung-Legende und ORF-Experte Andreas Goldberger(Bild: GEPA)

Im finalen zweiten Durchgang am Sonntag flog Kraft immerhin wieder über die 200er-Marke auf 205 Meter. „Es ist ein großes Rätsel“, so Goldberger.

Kraft: „Das muss ich jetzt einmal verarbeiten und schlucken“
Stefan Kraft sagte, angesprochen auf seine zwei Sprünge, im ORF-Interview: „Es hat sich im 1. Durchgang eigentlich gut angefühlt, aber am Video habe ich schon gesehen, dass ich den Schwerpunkt im Radius wieder verloren habe. Im zweiten habe ich probiert stabiler zu werden. Beim Skifliegen muss ein Fluss da sein. Ich habe bei jedem Sprung die Hoffnung, dass es gehen könnte, weil ich weiß, dass ich es kann. Das muss ich jetzt einmal verarbeiten und schlucken. Jetzt bin ich schon sehr froh, dass es nach Hause geht.“

Unglaubliche Serie gerissen
Besonders bitter: Mit dem Wochenende am Kulm ging eine beeindruckende Serie von Kraft zu Ende. 151 Skiflug-Sprünge in Folge war der Salzburger in Weltcup-Bewerben stets über 200 Meter geflogen. Das letzte Mal, dass ihm das nicht gelungen war, lag elf Jahre zurück – ebenfalls am Kulm, im Jahr 2015. Seitdem hatte er nie kürzer als 200 Meter abgeschnitten. Nun gleich zweimal an einem Wochenende.

Für den dreifachen Gesamtweltcup-Sieger heißt es nun: aufarbeiten, neu sortieren, einen kühlen Kopf berwahren und hoffen, dass die alte Leichtigkeit bald wieder zurückkehrt.

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