13.01.2021 15:47 |

Lockdown-Verwirrung

Schulen sollen nun doch am 25.1. aufsperren

Österreichs Schulen sollen ihren Corona-bedingten Lockdown nun doch am 25.1. beenden - und mit eingeschränkter Klassenbelegung öffnen. Details sind unklar. Sicherheit soll ein bereits angekündigtes verstärktes Testen bringen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) erklärte dazu am Mittwoch, es sei etwa ein „Schichtbetrieb“ möglich. Im Gespräch mit krone.at war das Ministerium um Aufklärung, was eine befürchtete Verlängerung der Schulschließungen betrifft, bemüht.

Noch am Dienstag hatte es aus Regierungskreisen geheißen, man sei sich „einig“, die Schulen vorerst geschlossen zu halten. Das Gegenteil scheint nun der Fall - offenbar tobt hinter den Kulissen weiterhin ein erbitterter Streit, vor allem, was Maßnahmen an Schulen betrifft.

„Können nicht gleich am 25. alle Türen öffnen“
Faßmann sagte am Mittwoch im Ö1-„Mittagsjournal“, dass eine Öffnung am 25. Jänner fix sei - wie diese ausschauen werde, müsse aber noch ausgearbeitet werden: „Wir können nicht gleich am 25. Jänner die Türen und Tore weit öffnen, dazu sind die Zeiten zu unsicher.“

Schichtbetrieb möglich - aber auch nicht fix
Möglich sei ein „Schichtbetrieb“ nach Alters- oder Schulstufe, aber auch dies sei noch nicht sicher: „Wir werden uns anschauen, wer leichter mit einem ausgedünnten Schulbetrieb umgehen kann, möglicherweise die Älteren“, meinte Faßmann, der allerdings gleich hinzufügte, dass dies nicht bedeute, dass die Oberstufe zwangsläufig im Distance Learning verbleiben müsse.

Man müsse diesbezüglich auch auf „regionale Inzidenzen“ Rücksicht nehmen, sagte der Bildungsminister. Welche Werte man hier konkret für eine Beurteilung der Situation heranziehen will, wollte der Minister ebenfalls nicht erläutern. Wichtig sei aber jedenfalls, „dass es eine schrittweise Perspektive in die schulische Normalität geben muss“.

Eine Stunde nach dem „Mittagsjournal“ herrschte übrigens bereits neue Verwirrung: Faßmann erklärte in der ORF-„ZiB“, dass wenn der „allgemeine“ Lockdown weiter verlängert werde, die Schulen - wie befürchtet - geschlossen bleiben. Fix schien also auch die Öffnung am 25.1. keineswegs zu sein.

Ministerium zu Lockdown-Verwirrung
Gegenüber krone.at stellte die Sprecherin des Bildungsministers, Debora Knob, allerdings am Mittwochnachmittag klar, dass der Minister nicht die Verlängerung des aktuellen Lockdowns gemeint habe. Vielmehr habe sich Faßmann auf die Möglichkeit eines abermals verschärften Lockdowns „mit dem Aussetzen des gesamten gesellschaftlichen Lebens“ bezogen - in einem solchen Fall müssten auch die Bildungseinrichtungen weiter geschlossen bleiben.

Ergänzend hieß es aus dem Ministerium, dass die Schulen einer gesonderten Verordnung unterliegen als jener zum Lockdown. Sollte also der aktuelle Lockdown verlängert werden, hätte dies nicht auch automatisch eine Verlängerung der Schulschließungen zur Folge.

 krone.at
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