27.12.2020 18:00 |

Zum 4. Mal gemeinsam

Dadic & Weißhaidinger Leichtathleten des Jahres!

Ivona Dadic und Lukas Weißhaidinger sind zum vierten Mal nach 2016, 2017 und 2018 gemeinsam Österreichs Leichtathleten des Jahres! Dass Dadic, die heuer sogar auch Weltjahres-Beste im Siebenkampf ist, auf nationaler Ebene vorne liegen würde, war sonnenklar, aber bei den Männern gab es fürs Jahr 2020 bei der vom Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV) durchgeführten Wahl einen heißen Kampf um den Thron.

Schließlich setzte sich bei Experten und Fans Weißhaidinger, der heuer den Diskus 68,63 m weit warf und damit wieder absolute Weltklasse war, knapp vor Peter Herzog durch. Herzog hatte im Oktober in London in 2:10:06 Stunden einen neuen österreichischen Marathon-Rekord aufgestellt. Bei der Wahl durch die Experten hatte Herzog, der in London als Sensations-Zwölfter den Marathon-Rekord von Lemawork Ketema (2:10:44) gelöscht hatte, sogar die Nase vorne, aber beim Voting der Fans war Weißhaidinger vor Andreas Vojta die Nummer 1.

Damit gewann Weißhaidinger, im Vorjahr Dritter bei der WM in Doha, die Gesamtwertung mit 57,23 Punkten vor Herzog (52,92) und Vojta (28,92). Auch Vojta hatte ein großartiges Jahr gezeigt! Er sorgte im Ausland (Prag, Uster/Schweiz und Ostrava) auf der Bahn von 1500 m bis 10.000 m für Topleistungen und glänzte auf der Straße sogar bis zum Halbmarathon, wo er sich gemeinsam mit Herzog uneigennützig als Tempomacher für die Marathon-Meisterschaften im Prater zur Verfügung gestellt hatte.

Weißhaidinger zum 6. Mal die Nummer 1
Weißhaidinger hatte heuer trotz der Corona-Pandemie eine kurze, aber sehr sehenswerte Saison hingelegt. Insgesamt bestritt er heuer zwölf Wettkämpfe, gewann davon elf und wies 39 Würfe über 60 m auf, dreimal warf er sogar weiter als 68 m - und zwar in Schwechat-Rannersdorf mit 68,63 m, 68,56 m und 68,19 m.

Damit nahm er in der Weltjahres-Bestenliste den starken achten Platz ein - und wurde zum bereits sechsten Mal in Österreich Leichtathlet des Jahres. Zur erneuten Wahl meinte Weißhaidinger: „Ich bin sehr überrascht! Ich hätte es dem Peter (Herzog) vergönnt, wegen des österreichischen Rekords im Marathon. Es freut mich aber, dass ich so viel Zuspruch erhalten habe und meine Weltklasse-Weiten, die ich heuer erzielt habe, Anerkennung finden.“

Nächste große Ehrung für Dadic
Für Dadic setzte sich in Österreich die Reihe der großen Ehrungen im Jahr 2020 nahtlos fort. Die 26-Jährige, die auch schon Österreichs Sportlerin des Jahres geworden war, ist nach Hochspringerin Ilona Gusenbauer (1971) die erste Österreicherin, die wieder zum Jahresende Nummer 1 der Welt in einer olympischen Leichtathletik-Disziplin ist. Dafür wurde Ivi von der US-Fachzeitschrift „Track and Field News“ für 2020 im Siebenkampf mit „Gold“ dekoriert und von der World Athletics gemeinsam mit Zehnkampf-Weltrekordler Kevin Mayer groß gefeiert.

Kein Wunder! Neben ihrer Weltjahresbestleistung von Götzis, die sie bei widrigen Witterungsbedingungen (zwei Tage Dauerregen und Kälte) erzielt hatte, hatte sie in Amstetten in einem sensationellen Ein-Stunden-Siebenkampf mit 6235 Punkten einen inoffiziellen Weltrekord aufgestellt. Ivi zur Ehrung: „Die Saison war eine sehr gute für mich, einerseits von den Leistungen und auch andererseits von den Auszeichnungen. Nach der Wahl zu Österreichs Sportlerin des Jahres habe ich mir gewünscht, auch wieder Österreichs Leichtathletin des Jahres zu werden, weil das zeigt, dass die Leistungen passen. Umso mehr freut es mich, dass ich diese Wahl wieder für mich entscheiden konnte.“

Verena Preiner Zweite vor Beate Schrott
Bei Dadic war also, wie gesagt, die Spitzenposition in Österreichs Leichtathletik natürlich nie gefährdet. Sie gewann die Wahl überlegen mit 66,57 Punkten vor Siebenkämpferin Verena Preiner (13,64), die leider zum Saisonende verletzt ausfiel, und der wieder sehr starken Hürdensprinterin Beate Schrott (16,79). Vierte wurde Langstreckenläuferin Julia Mayer (15,51). Unter Wert geschlagen wurden beim Voting Siebenkämpferin Sarah Lagger (7.) und Eva Wutti (17.). Ihre Topleistungen erfolgten nämlich erst Mitte Dezember, als die Wahl schon lief. Lagger belegte noch auf La Réunion den tollen dritten Platz und Wutti egalisierte in 2:30:43 den Marathon-Rekord.

Wahl zu Österreichs Leichtathleten des Jahres:

Männer: 1. Lukas Weißhaidinger 57,23 (37,37% Experten und 19,86% User), 2. Peter Herzog 52,92 (39,39% und 13,53%), 3. Andreas Vojta 28,92 (12,63% uns 16,29%)

Frauen: 1. Ivona Dadic 66,57 (48,48% Experten und 18,09% User), 2. Verena Preiner 23,07 (13,64% und 9,43%), 3. Beate Schrott 16,79 (12,63% und 4,16%)

Olaf Brockmann

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