14.12.2020 20:43 |

Kritik roter Ortschefs

Gemeinden bleiben auf Massentest-Kosten sitzen

Als „sündhaftteurer PR-Gag“ bezeichnet SPÖ-Landesparteichef David Egger die Massentests. Testen sei zwar das richtige Mittel im Kampf gegen das Coronavirus, groß angelegte Screenings hätten aber früher und zielgerichteter stattfinden müssen, so Egger. Die roten Bürgermeister sind angesichts hoher Kosten verärgert.

Die SPÖ-Bürgermeister in Salzburg sind sauer: Nachdem ihre Gemeindefinanzen heuer ohnehin schon geschwächt sind, bleiben sie jetzt auch noch auf einem Teil der Massentest-Kosten sitzen. Zwar zahlt der Bund den Großteil, doch externes Personal oder auch Raummieten müssen die Gemeinden selbst übernehmen. Ohne die vielen Freiwilligen wären die Kosten noch höher.

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Es kann nicht sein, dass wir die ganze Arbeit machen müssen und dann noch auf den Kosten sitzen bleiben. Der Bund soll 100 Prozent bezahlen.

Alexander Stangassinger, Bürgermeister der Stadt Hallein

In Hallein geht Stadtchef Alexander Stangassinger von einer fünfstelligen Summe aus, „vor der kein Einser steht“. In der Stadt Salzburg soll es sogar eine halbe Million Euro sein. Auch in Bischofshofen befürchtet Ortschef Hansjörg Obinger: „Dass der Bund nicht die volle Summe übernimmt. Dabei wäre es logisch, weil er anschafft.“ Die Gemeindevertretung Oberndorf fordert vom Bund per Resolution mehr Geld.

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Ohne den Zusammenhalt der Freiwilligen wäre es nicht gegangen. Aber es entstanden für die Gemeinde zusätzliche Kosten.

Georg Djundja, Bürgermeister von Oberndorf b. Sbg.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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