29.11.2020 18:24 |

Wagen völlig verkohlt

Hier rettet sich Grosjean aus dem Feuer-Auto

Es gleicht einem Wunder! Romain Grosjean krachte beim Grand Prix von Bahrain frontal in die Leitplanke, sein Haas wurde in zwei Teile gerissen und ging sofort in Flammen auf. Ein riesiger Feuerball entwickelte sich - und plötzlich sprang der Franzose raus aus der Flammen-Hölle, rettete sich und sein Leben nach einem schrecklichen Unfall und 26 Sekunden im Feuer-Auto! Unfassbar: Nur wenige Stunden danach meldete sich Grosjean per Video-Botschaft beinahe unverletzt zurück. 

Es war gleich nach dem Start und die Bilder schockierend und erleichternd zugleich! Denn sie zeigen, wie Grosjean scheinbar unverletzt aus der Flammen-Hölle springt. 26 Sekunden saß er im brennenden Wagen, doch dann kam Medical-Car-Fahrer Alan van der Merwe und machte den Weg mit einem Feuerlöscher frei.

Hier befreit sich Grosjean aus der Feuer-Hölle:

„In zwölf Formel-1-Jahren habe ich kein so großes Feuer gesehen“, gestand der Held des Abends. „Ich habe zunächst gar nicht gewusst, wo ich hin sollte, weil das Auto ja zweigeteilt war. Es dauerte einen Moment, um zu begreifen, was los war. Ich bin mir sicher, dass es nur eine Sekunde oder so war, aber es fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Und dann hat Romain sich selbst befreit, was ziemlich unglaublich ist nach einem solchen Unfall.“

Nur leichte Verbrennungen
Grosjean hatte beim Verlassen der brennenden Fahrerzelle offenbar einen Schuh verloren. Deshalb landete er nur auf einem Bein. Unfassbar! Dieser Unfall war einer der schlimmsten in der Geschichte der Formel 1, doch auch die wundersame Rettung wird wohl immer in Erinnerung bleiben.

Zumal Grosjean offenbar beinahe unverletzt blieb. Wie das Team später bekannt gab, erlitt der Franzose lediglich Verbrennungen zweiten Grades an den Händen sowie eine gebrochene Zehe. Kaum zu glauben, wenn man die Bilder vom völlig verkohlten Auto sieht. 

„Bin heilfroh, dass Romain noch lebt“
Der Unfall von Grosjean war einer der schlimmsten in der Formel 1 der vergangenen Jahre und erinnerte an böse Feuerunfälle aus früheren Zeiten, von denen bekanntlich einst auch die Österreicher Niki Lauda oder Gerhard Berger betroffen gewesen waren. Grosjean, ein in Genf geborener Franzose, war ein Jugendfreund des 2015 verstorbenen Landsmannes Jules Bianchi, der 2014 bei einem Crash in Japan mit einem Berge-Kran schwere Kopfverletzungen erlitten hatte und nach mehreren Monaten im Koma verstorben war.

ORF-Co-Kommentator und Experte Alexander Wurz: „Ich bin glücklich, dass der Grand Prix dann doch ohne schlimmen Folgen über die Bühne gegangen ist und wirklich heilfroh, dass Romain noch am Leben ist. Es zeigt aber auch, dass wir weiter an der Sicherheit arbeiten müssen.“

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