Die Käufer müssten einen Fragebogen ausfüllen und per Post an das Plastinarium in Guben schicken, wo die Präparate hergestellt werden. Bei Versuchsverkäufen seien bereits Plastinate für etwa 10.000 Euro an qualifizierte Käufer gegangen, berichtete von Hagens.
Zu den Angeboten gehören aber auch farbige Schmuck-Plastinate von Tieren für Jedermann. Dazu zählen laut Website (siehe Infobox) Silber-Ohrringe aus Giraffenschwanz-Scheiben oder Ringe aus Bullen-Penis.
Kirche spricht von "Leichenfledderei"
Beim Bekanntwerden der Pläne für den Online-Verkauf des 65-jährigen von Hagens' vor einigen Wochen hatten kirchliche Würdenträger entrüstet reagiert. Sie sprachen von "Leichenfledderei" und kritisierten den "Tabubruch, der gegen die Achtung der Toten verstößt".
In Österreich reagierte die Ärztekammer "mit großem Unverständnis". Es handle sich zweifellos "um einen weiteren Tabubruch, der wohl kaum durch neue anatomische Erkenntnisse gerechtfertigt werden kann", betonte der Referent für Ethik und Palliativmedizin der Ärztekammer für Wien, Michael Peintinger.
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