13.11.2020 06:00 |

Aus- und Weiterbildung

Corona-Joboffensive: Bund investiert 700 Mio. Euro

Mit der „größten arbeitsmarktpolitischen Offensive in der Geschichte der Zweiten Republik“ tritt die Regierung den Folgen der Coronavirus-Krise entgegen: Rund 700 Millionen Euro werden bis 2022 zusätzlich investiert, damit sich viele, die keinen Job haben, in zukunftsträchtigen Bereichen um- und weiterqualifizieren können.

„117.000 Menschen können wir mit diesem Programm aus- und weiterbilden“, so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) über die „Corona-Joboffensive“. Ein Teil des Budgets fließt heuer, mit 426 Millionen Euro ist das meiste für 2021 geplant, der Rest für 2022. „Damit erhöht sich unser Budget für das nächste Jahr um mehr als ein Drittel“, sagt Johannes Kopf, der Chef des Arbeitsmarktservice.

Qualifizierung während der Kurzarbeit“
Konkret will man 36.000 Jobsuchende in Bereichen mit künftig hohem Personalbedarf schulen. Dazu gehören Elektronik und digitale Technologie, Metallberufe, Gesundheit und Pflege sowie Umwelt und Nachhaltigkeit. 49.000 Personen erhalten Ausbildungen in anderen wichtigen Branchen wie etwa Handel, Gastronomie etc. 15.000 Teilnehmer sollen es in den Bereichen „Qualifizierung während der Kurzarbeit“, bei gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten oder im Firmengründungsprogramm werden.

Zusätzlich zum Arbeitslosengeld 180 Euro „Bildungsbonus“ 
Aschbacher: „Wir bitten alle, die in Arbeitslosigkeit sind, sich bei den Beratern des AMS zu melden. Wir schauen dann, wo ihre Stärken liegen und wo es Qualifizierungsbedarf gibt.“ Wer eine Ausbildung macht, die länger als vier Monate dauert, bekommt zum Arbeitslosengeld pro Monat 180 Euro als „Bildungsbonus“ dazu.

Ziel sei es, dass die Österreicher sich jetzt fit für die Zeit nach der Krise machen, wenn Fachkräfte wieder sehr gefragt sein werden. Kopf: „Es gibt eine fundamentale Grundregel in der Arbeitsmarktpolitik: ,In der Krise sollst du schulen!’“

Vergil Siegl, Kronen Zeitung

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