10.11.2020 21:30 |

Raubversuch:

15-Jähriger muss für sechs Monate ins Gefängnis

Ein Drogen-Deal am Salzburger Hauptbahnhof führte zum Raub-Prozess im Landesgericht - und er endete für einen erst 15 Jahre jungen Afghanen mit einer Haftstrafe: Von 20 Monaten muss er sechs absitzen, entschied ein Schöffensenat. Einem Jugendlichen brach er die Nase. Er hatte versucht, ihm das Handy wegzunehmen.

Es passierte am 12. Mai am Hauptbahnhof Salzburg. Ein Jugendlicher wollte der Anklageschrift nach Cannabis kaufen, kam mit dem nun angeklagten Afghanen ins Gespräch. Doch die beiden wurden sich nicht über den Preis einig. Der Jugendliche ging fluchend zu seinem Fahrrad, der mutmaßliche Dealer ihm hinterher.

Nasenbruch nach Faustschlag
Der Afghane riss den Jugendlichen daraufhin vom Rad, packte ihn, drohte in englischen Worten mit einem Messer und schlug und trat zu - gegen Kopf, Schulter und Beine des Opfers. Der Angreifer wollte sich noch ein Handy krallen, was das Opfer verhinderte. Folge: Nasenbeinbruch.

Urteil im Sinne der Anklage
Beim Prozess nun im Landesgericht Salzburg zeigte sich der 15-Jährige nur teilweise einsichtig. Den Raubversuch bestritt der Angeklagte, während er die Gewalt einräumte, informierte Opfer-Anwalt Stefan Rieder. Das rechtskräftige Urteil im Sinne der Anklage: 20 Monate teilbedingte Haft, davon sechs unbedingt. Das Opfer bekam 2000 Euro zugesprochen.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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