10.11.2020 18:00 |

Fußball

Pfeifenberger und die Sorgen um den Nachwuchs

Der Amateurfußball im Lande steht. Vom Trainingsverbot ausgenommen sind nur jene Amateurteams, die im ÖFB-Cup engagiert und heuer noch im Einsatz sind. Auf eine Ausnahme würde Grödig-Coach Heimo Pfeifenberger zumindest auch für den Nachwuchsfußball hoffen. „Wir müssen die Jungen bewegen“, blutet Salzburgs Jahrhundert-Kicker das Herz.

Ausnahmen, so heißt es, bestätigen die Regel. Das betrifft auch den Lockdown im Amateurfußball. Denn nicht alle Teams sind vom Trainingsverbot betroffen. Nämlich jene fünf in Österreich, die noch im ÖFB-Cup-Bewerb engagiert sind. Wie Reichenau oder die Vienna. Die dürfen, unter strengen Covid-Auflagen, dank einer ÖFB-Ausnahmeregelung im Pokal weiter trainieren.

„Was soll auf dem Platz passieren?“
Eine Ausnahme würde sich auch Grödig-Coach Heimo Pfeifenberger wünschen. Nicht für seine Kampfmannschaft. Aber für den Nachwuchsfußball, generell für den Nachwuchssport. Wie viele andere Vertreter von Dach- und Fachverbänden stößt er ins selbe Horn. „Wir müssen die Jungen bewegen. Sie wollen es ja selbst. Die warten sehnsüchtig, dass sie wieder auf den Platz können“, betont Salzburgs Jahrhundert-Kicker. Er betont: „Was soll auf dem Rasen schon passieren? Die Kinder können sich daheim umziehen, würden gar keine Kabine betreten müssen.“

Der 53-Jährige schüttelte den Kopf, als er am Wochenende Bilder von der Neu-Eröffnung eines Möbelhauses sah. „Da drängten sich tausende Menschen. Und den Sport dreht man einfach ab. Das ist lächerlich, zeigt den Stellenwert in der Gesellschaft.“

Allein Grödig betreut 130 Nachwuchskicker
Allein Grödig hat etwa 130 Nachwuchskicker zu betreuen. Die liegen Pfeifenberger am Herzen, zumal der dreifache Vater nicht nur Trainer, sondern auch Sportdirektor ist. Deswegen war Kurzarbeit bei ihm bisher kein Thema. „Es gibt organisatorisch genug zu tun, ein Verein ist wie eine Firma. Wenn es geht, würden wir im Dezember wieder trainieren“, hofft der Lungauer, dass die Corona-Zahlen endlich zurück gehen. Auch im Sinne der tausenden Nachwuchskicker im Lande.

Herbert Struber
Herbert Struber
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