02.11.2020 16:00 |

Wie „tickt“ das Virus?

Die schrecklichen Sieben: Corona-Alarmzeichen

Alle Beschwerdegruppen hängen zusammen und können selbst bei mildem Verlauf lang andauernde Schäden im Immunsystem nach sich ziehen. Dann ist man auch für Infektionskrankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden, anfälliger.

Ein Team von Forschern der MedUni Wien unter der Leitung von Univ.-Prof. Winfried F. Pickl und Univ-Prof. Rudolf Valenta, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie, konnte nun sieben zusammenhängende Beschwerden beschreiben, die bei mildem Verlauf einer Covid-19-Erkrankung auftreten.

    • Grippale Symptome mit Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Husten
    • Schnupfensymptome: Niesen, trockener Hals, verstopfte Nase
    • Gelenk- und Muskelschmerzen
    • Augen- und Schleimhautentzündungen
    • Lungenprobleme mit Lungenentzündung und Kurzatmigkeit
    • Magen-Darm-Probleme, u. a. mit Durchfall, Übelkeit und Kopfweh
    • Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns.

Erschreckend: Covid-19 hinterlässt eine Art „Fingerabdruck“ im Blut und verändern das Immunsystem. Bestimmte Abwehrzellen etwa, Granulozyten genannt, die für das Bekämpfen von bakteriellen Erkrankungen verantwortlich sind, verringern sich dadurch messbar.

Die österreichischen Daten sollen Klarheit über das neuartige Corona-Virus bringen. „Unsere Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Erkrankung bei und helfen uns bei der Entwicklung von möglichen Impfstoffen, da wir nun auf vielversprechende Biomarker zurückgreifen und ein noch besseres Monitoring durchführen können“, betonen die Wissenschafter.

Studien aus Großbritannien bestätigten jetzt, dass Gehirnschäden nach einer SARS-CoV-2-Infektion nicht nur lange Zeit bestehen bleiben (ähnlich wie bei Schlaganfall), sondern auch die Alterung des Denkorgans um bis zu 10 Jahre vorantreiben können! Das beeinträchtigt den IQ und kann zu vorzeitiger Demenz führen.

Karin Podolak, Kronen Zeitung 

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