02.11.2020 07:37 |

So feiert Mercedes

„In diesen Momenten ist Niki ganz sicher bei uns“

Es ist geschafft! Sieben Konstrukteurs-Titel in Folge hat noch kein Rennstall geschafft. Mercedes F1 unter der Führung von Teamchef Toto Wolff schrieb mit dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in Imola ein weiteres Kapitel Formel-1-Geschichte. Und gedachte dabei auch des legendären Niki Lauda.

„Ich weiß, was Niki jetzt sagen würde: Erledigt, aber was machen wir nächstes Jahr?“, erzählte Wolff, dem der im Vorjahr verstorbene Lauda natürlich als Freund fehlt, und blickte gen Himmel: „In diesen Momenten ist Niki ganz sicher bei uns!“

Sieben Titel in Serie – auch für Wolff „unglaublich. Weil es die Leistung aller ist, wir sind ein richtig zusammengeschweißtes Team“. Und auch Hamilton fuhr in dieser Tonart fort. „Die Leute in Stuttgart, Brackley und Brixworth – das sind die wahren Helden. Ohne diese Truppe und unserem genialen Anführer hätten wir das nie geschafft. Auch wenn wir jedes Jahr eine tolle Performance abliefern, ist es nicht leicht, das immer zu wiederholen. Das werde ich noch meinen Enkerln erzählen“, strahlte Hamilton, der in Imola mit seinem bereits 93. Grand-Prix-Sieg für den 100. Mercedes-Triumph in der Hybrid-Ära gesorgt hatte. „Das war ein extrem anstrengendes Rennen – das Gefühl ist überwältigend.“

Hamilton profitierte nach einem schlechten Start – fiel hinter Pole-Setter Bottas und Verstappen auf Platz drei zurück – allerdings auch vom Pech seines Teamkollegen, der sich einen Ferrari-Teil in den Unterboden stach. Im Verlauf des Rennes aber zeigte Hamilton, der unmittelbar vor dem Gewinn seines siebenten Fahrer-Titels steht, einmal mehr seine unfassbare Klasse.

„Shoey“ mit Ricciardo
Auf dem Podium sprang der 35-Jährige aus Stevenage sogar noch einmal über seinen Schatten. Als Daniel Ricciardo, der im Renault wie schon in Deutschland Platz drei holte, zum legendären „Shoey“ schritt, bat ihn Hamilton um den zweiten Schuh. Füllte ihn mit Champagner und schlürfte. „Ein bisschen Geschmack war noch da, aber über den Rest mag ich nicht reden“, schmunzelte Hamilton.

Am Rückflug, den Lewis mit Toto antrat, war dann Gin-Tonic-Party angesagt.

Richard Köck, Kronen Zeitung

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