Wohnen noch leistbar?

Hauptmieten zogen 2015 bis 2019 um 12,4% an

Wohnkrone News
29.10.2020 13:53

Wohnen ist in den vergangen fünf Jahren teurer geworden: Die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten für Hauptmietwohnungen stieg im Zeitraum 2015 bis 2019 um 12,4 Prozent. Im Vorjahr betrug die Durchschnittsmiete österreichweit im Monat acht Euro pro Quadratmeter - Neumieten kosten deutlich mehr als Altverträge. Die Höhe der monatlichen Miete hängt „unter anderem von der Mietdauer, der Region und dem Mietsegment ab“.

Unterschiede gab es auch regional und nach Segmenten, der private Mietsektor war teurer als Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen. Für in den letzten zwei Jahren neu vermietete private Hauptmietwohnungen lag die Durchschnittsmiete bei 10,5 Euro pro Quadratmeter, so die Statistik Austria. Bei 30 Jahre und länger laufenden Hauptmietverträgen waren es 5,5 Euro. Von den acht Euro durchschnittlichen Mietkosten entfielen im Vorjahr rund sechs Euro auf die reine Miete ohne Betriebskosten, das waren um fast 16 Prozent mehr als 2015.

Mietdauer größten Einfluss auf Preis
„Die Höhe der monatlichen Miete hängt unter anderem von der Mietdauer, der Region und dem Mietsegment ab. Davon hat die Mietdauer den größten Einfluss auf den Quadratmeterpreis“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Allerdings erklärten diese Einflussfaktoren nur einen vergleichsweise geringen Teil der Miethöhe. „Hinzu kommen andere Faktoren wie etwa das Wachstum der Bevölkerung und die damit steigende Nachfrage nach Wohnraum.“

Die Mieten für private Hauptmietwohnungen inklusive Betriebskosten lagen im Vorjahr bei 9,3 Euro und damit um 12,2 Prozent höher als 2015. In Genossenschaftswohnungen waren es 7,2 Euro (plus 12,2 Prozent) und in Gemeindewohnungen durchschnittlich 6,8 Euro (plus 8,6 Prozent).

(Bild: APA, Statistik Austria)

Bei Neuverträgen bis unter zwei Jahren bisheriger Mietdauer wurden im Durchschnitt monatlich 9,6 Euro pro Quadratmeter bezahlt - am teuersten waren private Hauptmietwohnungen (10,5 Euro), dahinter lagen Gemeindewohnungen (8,1 Euro) und Genossenschaftswohnungen (7,8 Euro). Über dem Gesamtdurchschnitt lagen auch Mieten mit einer Vertragsdauer von zwei bis unter fünf Jahren mit insgesamt 9,0 Euro. Haushalte, die langfristige Mietverträge mit mehr als 30-jähriger Vertragsdauer haben, wendeten im Durchschnitt 5,5 Euro pro Quadratmeter und Monat auf.

Westen teurer, Süden billiger
Die Höhe der Mieten hängt auch von der Region ab. Im Westen Österreichs müssen Mieter mehr zahlen. Am höchsten waren die durchschnittlichen Mietkosten im Vorjahr in Salzburg mit 9,5 Euro pro Quadratmeter. Dahinter lagen Vorarlberg (9,3 Euro) und Tirol (8,8 Euro). Am billigsten waren Hauptmietwohnungen im Burgenland (6,0 Euro) und in Kärnten (6,3 Euro). In Wien lag die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten bei 8,4 Euro. Die durchschnittliche Fläche betrug im Vorjahr in Österreich bei Mietwohnungen rund 69 Quadratmeter, bei Eigentumswohnungen rund 128 Quadratmeter.

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