29.10.2020 00:04 |

„Schwarzer Tag“

Schweizer machen im Sport wegen Corona dicht!

Der Schweizer Bundesrat hat die Schrauben im Umgang mit dem Coronavirus wieder angezogen. Ab Donnerstag sind Großveranstaltungen landesweit wieder verboten. Maximal erlaubt sind Sportveranstaltungen mit bis zu 50 Zuschauern, was quasi Geister-Events gleichkommt. Die Einschränkung gilt unbefristet ...

Swiss Ski hatte schon vorgebaut und sämtliche Bewerbe ohne Zuschauer geplant. Trainings und Wettkämpfe sind im Profibereich weiter erlaubt. Somit können auch die Schweizer Weltcup-Rennen im Ski alpin (St. Moritz, Adelboden, Wengen, Crans-Montana, Lenzerheide), Skispringen (Engelberg) und Ski nordisch (Davos, Val Müstair) stattfinden. Bei den Alpinen und den Skispringern hatte Swiss Ski bereits zuvor beschlossen, auf Zuschauer zu verzichten.

Betroffen sind im Profisport von den neusten Maßnahmen insbesondere die Meisterschaften im Fußball und Eishockey. Die Swiss Football League (SFL) sowie die National und Swiss League im Eishockey müssen das weitere Vorgehen noch eruieren. In einer ersten Reaktion teilte etwa die SFL mit, alles daran setzen zu wollen, die Meisterschaften weiterzuführen.

Eine ähnliche Tendenz soll es auch im Profi-Eishockey geben. Die massive Einschränkung der Zuschauer bringt die Klubs aber in Existenznöte. Im Breitensport gilt in Innenräumen ein Limit von maximal 15 Personen sowie Masken- und Abstandspflicht. Ausnahmen bei der Maskenpflicht sind möglich, wenn großzügige Raumverhältnisse vorherrschen, wie etwa in Tennis-Hallen.

„Schwarzer Tag für Schweizer Fußball“
Der Beschluss des Bundesrats der Zuschauer-Einschränkung überraschte Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League (SFL), angesichts der jüngsten Entwicklung der Coronavirus-Zahlen nicht. „Dennoch ist es ein schwarzer Tag für den Schweizer Fußball“, betonte Schäfer. „Die Maßnahmen sind einschneidend, die Schweizer Profiklubs befinden sich in einer ganz schwierigen Lage.“

Bereits jetzt sei die Situation angespannt, weshalb es von existenzieller Bedeutung sei, dass die zinslosen Darlehen ab Dezember fließen, auf die man sich im September mit der Politik in einem zweiten Schritt einigen konnte. „Sie sind eine Lösung, die umsetzbar ist. Nur: Wenn wir jetzt über Monate ausgebremst werden, können sie nur ein erster von mehreren Pfeilern sein. Dann müssten weitere Hilfsmaßnahmen ins Auge gefasst werden“, sagte Schäfer.

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