11.10.2020 15:30 |

Kein leichter Job:

Schiedsrichter - ein Leben für die Pfeife

Die Schiedsrichter haben’s auf dem Feld nicht leicht. Corona verschärfte die Lage rund um die Besetzungen im steirischen Unterhaus weiter. Selbst mit 77 Jahren ist einer noch der „Chef“ am Platz.

Was pfeift denn der da?„ Schiedsrichter zu sein muss man lieben, leicht ist der Job nämlich nicht. Alle im Stadion warten eigentlich nur auf einen Fehler - pfeift man gut, gibt’s aber nur intern ein Lob. Ausreichend “Personal„ für diesen anspruchsvollen Beruf zu finden, wird immer schwerer. Gerade in Corona-Zeiten. Bis zu 13 Tage vor den Spielen müssen die Schiedsrichter Bescheid geben, ob sie zur Verfügung stehen. Danach beginnt die Besetzung mit Computerunterstützung. “Es bedarf wöchentlich an die 35 Stunden für rund 200 Kampfmannschafts- und 300 Nachwuchsspiele. 250 Schiris haben wir zur Verfügung„, sagt Manfred Paul, Chefbesetzer im Steirischen Fußballverband. “In den unteren Klassen müssen wir vor allem auf nahe Wege und Wirtschaftlichkeit achten."

Damit es genug „Qualität“ an guten Schiris gibt, darum kümmert sich Christian Steindl mit seinem Team. „Wir beobachten bis zu 35 Partien am Wochenende, nach der Saison gibt es Auf- und Absteiger. “ Für die Besetzung im Nachwuchsbereich ist der international angesehene Schiedsrichterbeobachter Stefan Meßner verantwortlich. „Zum Glück nehmen sich viele Schiedsrichter öfters Zeit für den Fußball.“ Wie Hubert Schaumberger etwa, der als einer der steirischen „Oldtimer“ mit 77 Jahren noch immer das Pfeiferl im Mund hat!

Tandem als Hilfe
Stolz sind Meßner und Schiriobmann Wolfgang Eckhardt auch auf den Zulauf von jungen Neueinsteigern: „Wir haben 27 neue Schiris, davon drei weibliche, in Ausbildung. Seit zwei Jahren bieten wir Tandem-Spiele für junge Schiedsrichter an. Der Ausbilder läuft dabei dem Jungen im Match hinterher und korrigiert Laufwege und Stellungsspiel. Nur bei schwerwiegenden Fehlern wird eingegriffen“, so Meßner. „Das Modell wird nur im Nachwuchs angewendet. Die jungen Schiris profitieren aber riesig davon.“

Hans Oberländer, Michael Gratzer

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