30.09.2020 17:00 |

Vorjahres-Bilanz

Tirol: 4000 Paare sagten „Ja“, 1100 wieder „Nein“

Ist das Modell Ehe, sprich der Gang vor den Standesbeamten und Traualtar, wieder mehr angesagt? Wie sieht es hingegen mit den Scheidungen in Tirol aus? Unter anderem auch auf diese Fragen geben die neuesten „Zahlen für Tirol“, herausgegeben vom Land, Aufschluss. Eines vorweg: 2019 wurde weniger oft „Ja“ gesagt als noch 2018, hingegen ging die Scheidungsrate leicht zurück.

Insgesamt 4017 Mal wurde im Vorjahr in Tirol der Gang zum Standesamt und zum Traualtar angetreten, um dort den Bund fürs Leben zu schließen. Das sind im Schnitt 13 Eheschließungen täglich. Dennoch bedeutet das einen Rückgang gegenüber 2018 – und zwar um drei Prozent. Zu diesen Eheschließungen kamen im Vorjahr noch 105 Begründungen (das ist ein Anstieg von 137 %) von sogenannten eingetragenen Partnerschaften dazu. Diese werden im Unterschied zu Ehen, die ins Eheregister eingetragen werden, in einem Lebenspartnerschaftsregister erfasst.

Aufgeschlüsselt nach Bezirken hat hier Innsbruck-Land mit 979 Trauungen die Nase vorne. Gefolgt von der Stadt Innsbruck (631), den Bezirken Kufstein (601), Schwaz (472), Imst (347), Kitzbühel (324), Landeck (252), Lienz (237) und Reutte (174). 75 Prozent all dieser Eheschließungen waren Erst-Ehen. Der Rest, knapp 1000 Paare, versuchte zum zweiten oder dritten Mal, den Bund fürs Leben zu schließen.

1139 Mal den „Bund fürs Leben“ vorzeitig beendet
Klappt die Beziehung nicht mehr, kommt es in vielen Fällen letztlich zur Scheidung. Davon gab es im Vorjahr 1139 (entspricht einem Minus von 1,7 %). Auch wurden fünf eingetragene Partnerschaften aufgelöst. Im Bezirksvergleich gab es in Innsbruck-Land mit 304 Scheidungen die meisten. Gefolgt vom Bezirk Kufstein (202), Innsbruck-Stadt (195), Schwaz (132), Kitzbühel (93), Imst (81), Lienz (52), Reutte (44) und Landeck, das mit lediglich 36 Scheidungen in dieser Hinsicht Schlusslicht ist. Betroffen von den Scheidungen waren in Summe 1257 Kinder, davon 886 unter 18 Jahren. Spannend ist sicher, wie die Zahl der Eheschließungen, aber vor allem auch jene der Scheidungen für 2020 aussieht bzw. wie sich Corona darauf auswirkt.

7523 Lebendgeborene und 6237 Todesfälle
Auch was die Anzahl der Geborenen und Verstorbenen im Land betrifft, gibt die Landesstatistik genaue Aufschlüsse. So kamen im Vorjahr tirolweit 7523 Kinder (minus 2,3 %) auf die Welt. 44,4 Prozent oder 3338 davon wurden unehelich geboren. Bei den unehelich geborenen Kindern hat interessanterweise prozentuell der Bezirk Lienz mit 55,4 Prozent die Nase vorne. Gefolgt vom Bezirk Schwaz (52,4 %), Kitzbühel (46,3 %), Imst (44,1 %), Kufstein und Landeck (je 43,2 %), Innsbruck (42,1 %), Reutte (42 %) und Innsbruck-Land (39,9 %).

Säuglingssterblichkeit liegt bei 1,7 Promille
Zum Leben gehört bekanntlich letztlich aber auch der Tod. Den vielen Neugeborenen stehen 6237 Sterbefälle (plus 1,6 %) im Jahr 2019 gegenüber. Darunter befinden sich tragischerweise auch 13 Fälle von Kindern, die noch im 1. Lebensjahr verstarben, was einer Säuglingssterblichkeit von 1,7 Promille entspricht. Aus der Zahl der Neugeborenen und den Todesfällen ergibt sich der sogenannte Geburtensaldo, der für Tirol 1286 (minus 17,6 %) ergibt.

Claus Meinert
Claus Meinert
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