30 Millionen greifbar

Salzburg: „Müssen zu Hause alles klar machen“

Red Bull Salzburg darf trotz einer Mager-Vorstellung in Tel Aviv mit einer weiteren Saison in der Königsklasse planen. Nach dem 77. Sieg im Europacup war die Erleichterung riesig. „Wir müssen zu Hause gegen Maccabi alles klar machen“, so Geschäftsführer Stephan Reiter. Es gibt aber noch keine Gedanken an Champions League-Hits.

Farce, Skurrilität, Unverantwortlichkeit: Im Vorfeld vom Hinspiel im Königsklassen-Play-off in Tel Aviv wurden in Richtung des Europäischen Fußballverbands verbale Giftpfeile abgefeuert. Auf dem Feld war nichts von Corona zu spüren, nichts von neun Infizierten bei Israels Rekordmeister. Die Bullen mussten extrem froh sein, sich trotz nur 20 guter Minuten in Halbzeit zwei mit 2:1 eine Top-Ausgangslage fürs Rückspiel geschaffen zu haben. Der 77. Europacup-Sieg war bei schwülen 30 Grad im Stadion und 69 Prozent Luftfeuchtigkeit umkämpft.

„Mich überrascht das Ergebnis nicht. Bei solchen Qualispielen geht’s doch immer total knapp runter“, blies Stephan Reiter wie die gesamte Crew erleichtert durch. So auch Sportboss Freund im Stadion: „Man hat gesehen, dass die extremen Temperaturen uns zu schaffen gemacht haben!“

Tolle Prämien warten
Nächsten Mittwoch steigt in Salzburg das Rückspiel. Da will man erstmals nach elf gescheiterten Versuchen über die Quali in die Starliga einziehen, wie im Vorjahr mit den Großen mittanzen. „Wir müssen zu Hause gegen Maccabi alles klar machen“, sprach Geschäftsführer Reiter aus, was sich nun wohl jeder denkt.

Wenn sich die Prämien nicht stark reduzieren, winken wie im Vorjahr 30 Millionen Euro (Startgeld plus guter Platz in Koeffizienten-Rangliste). Die Fans schielen indes auf mögliche Starliga-Gegner. Bayern und Barça, PSG und Dortmund (Haaland), Juve und Manchester City - diese Paarungen aus den ersten zwei Setztöpfen wären wohl die schillerndsten. Beim Meister will keiner an die Kaliber denken. Noch nicht. Trainer Marschs kurze, aber klare Analyse: „Die zwei Auswärtstore sind wichtig. Aber wir haben erst Halbzeit!“

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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