17.09.2020 16:40 |

„Viele waren erst 13“

48 Schüler missbraucht: Lehrer unter Verdacht

Ein Lehrer aus dem Tiroler Unterland steht - wie berichtet - unter Missbrauchsverdacht. Dass es - neben einem 13-jährigen Schüler - noch weitere Opfer gegeben haben könnte, wurde bereits Anfang Jänner vermutet, als der Verdächtige in U-Haft wanderte. Mittlerweile listet die Anklage weitere 47 Schüler seit dem Jahr 2009 auf, die der Pädagoge missbraucht haben soll. Zudem wurden Dutzende Videos von sexuellen Handlungen angefertigt.

„Viele der missbrauchten Buben waren erst 13 Jahre alt“, sagte Staatsanwaltssprecher Hansjörg Mayr gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ über die Dimension des Falles. Ein Schöffengericht wird am 16. November über eine Vielzahl an Anklagepunkten zu entscheiden haben: Der Mann muss sich dann wegen Vergewaltigung, mehrfach geschlechtlicher Nötigung, wiederholtem sexuellem Missbrauch wehrloser Personen, schwerem sexuellem Missbrauch in 15 Fällen, pornografischer Darstellung Minderjähriger, Missbrauch des Autoritätsverhältnisses und Verstoß gegen das Datenschutzgesetz verantworten.

Versteckte Kameras in Duschen und WCs
Der 39-jährige Lehrer soll von den Schülern heimlich Videos aufgenommen haben, so etwa beim Duschen oder im WC. Die Kameras waren versteckt - etwa in einem Taschenrechner, Ladegerät oder in einem Rauchmelder in der Toilette -, berichtete die „TT“. Zudem soll er die Schüler unter einem Vorwand dazu gebracht haben, in seine Wohnung zu kommen. Dann soll er seine Opfer gefügig gemacht haben, indem er ihnen Alkohol verabreichte oder ihnen mit Benachteiligungen in der Schule drohte.

15 Jahre Haft drohen
Seit Anfang des Jahres befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Eine Mutter zeigte den Lehrer an, nachdem sie den Verdacht geschöpft hatte, dass der 39-Jährige versucht hatte, ihren 13-jährigen Sohn zu missbrauchen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden schließlich Datenträger sichergestellt. Dem Beschuldigten drohen 15 Jahre Haft sowie eine Anstaltseinweisung.

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