04.09.2020 12:33 |

Corona-Grenzsperre

Orban sicher: EU wird unserem Beispiel folgen

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban weist die Kritik der EU-Kommission an dem seit 1. September geltenden Einreiseverbot für ausländische Staatsbürger und den „diskriminierenden“ Ausnahmen zurück und zeigt sich überzeugt, dass im Kampf gegen die Corona-Pandemie bald weitere EU-Staaten „dem ungarischen Beispiel folgen“ werden.

„Sie können jetzt sagen, was sie wollen, doch in wenigen Tagen werden sie doch das Gleiche tun wie wir“, sagte Orban in einer Ansprache des staatlichen Kossuth Radio. Ohne eine neue Praxis an den Grenzen könne die Corona-Pandemie nicht gestoppt werden. Gleichzeitig verteidigte der Regierungschef die zunächst für einen Monat geltenden Grenzschließungen und kündigte Verfeinerungen des Systems an. Die Ausnahmeregelung für Bürger aus den drei anderen Visegrad-Staaten verteidigte er. Brüssel hatte Ungarn vorgeworfen, damit die restlichen EU-Bürger zu diskriminieren.

Orban: Visegrad-Staaten erfolgreich im Kampf gegen Virus
Obwohl er die „Rechthaberei der Brüsseler Bürokraten“ verstehe, meinte Orban, müsse man auch sehen, dass zwischen den Visegrad-Staaten Ungarn, Polen, Tschechien und der Slowakei gerade in der Pandemie eine enge Zusammenarbeit entstanden sei. Diese Staaten seien erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Damit seien auch die Ausnahmen für die Bürger aus diesen Staaten - sie dürfen mit einem negativen Corona-Test einreisen - zu erklären.

Ungarn „wartet Situation in Österreich ab“
Auch mit Österreich stimme man sich ab, so Orban. Die Situation sei ihm bekannt, „doch hier warten wir noch ab“, so der rechtskonservative Politiker. Bereits vor Tagen erklärte Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP), dass man „laufend in Kontakt“ sei mit den ungarischen Kollegen. „Wir haben ein sehr gutes Einvernehmen“, hielt Edtstadler fest.

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