04.09.2020 14:26 |

Gelungener Start?

Corona-Ampel ist online: Amtliche Website im Check

Seit Freitag ist die Website zur neuen „Corona-Ampel“ des Gesundheitsministeriums online. Dort können Österreicher laufend die offizielle Einschätzung des Covid-19-Infektionsrisikos für ihren Heimatbezirk einsehen. Wir haben die frisch an den Start gegangene Website ausprobiert und verraten Ihnen hier, wie sie funktioniert, wie benutzerfreundlich sie ist - und wo man noch nachbessern könnte.

Die Corona-Ampel ist unter corona-ampel.gv.at zugänglich und sowohl am PC als auch am Tablet oder Smartphone nutzbar. Beim Aufruf der Seite begrüßt den Nutzer eine Österreich-Karte, die momentan - mit Ausnahme von Wien, Graz, Linz und Kufstein - weitgehend grün eingefärbt ist.

Am PC ist eine Sortierfunktion eingebaut: Bewegt man den Cursor auf der Ampel neben der Karte auf eine Farbe, werden die entsprechenden Bezirke hervorgehoben. Am Handy funktionierte diese Funktion im Test nicht, hier wird - wohl aus Platzmangel - keine Sortier-Ampel angeboten.

Was genau die Farben Grün, Gelb, Orange und Rot bedeuten, erfahren die Nutzer über das Menü ganz oben auf der Seite oder einen Klick auf eine Farbe der Ampel. Der Punkt „Ampelfarben“ gibt in aller Ausführlichkeit Auskunft darüber, welche Maßnahmen bei welcher Farbe an welchen Orten einzuhalten sind.

Für manch einen zu viel Information auf einmal
Für viele Nutzer könnten die Informationen sicher noch kompakter sein. Zu jeder Ampelfarbe informiert man in neun Punkten: Abstand, Mund-Nasen-Schutz, Veranstaltungen mit oder ohne zugewiesene Sitzplätze, Fach- und Publikumsmessen, Veranstaltungen draußen mit oder ohne zugewiesene Sitzplätze, Sperrstundenregelungen und Hygienekonzept-Anforderungen.

Sonderlich übersichtlich ist das nicht: Bis man hier alle relevanten Punkte zur jeweiligen Ampelstellung gesichtet hat, dauert es eine Weile. Da wäre eine Kurzinfo zu den Farben und den entsprechenden Empfehlungen für den Einzelnen auf der Ampel-Startseite eine willkommene Ergänzung.

Ampelstellung wird transparent erklärt
Wie die Entscheidung genau gefällt wird, welcher Bezirk welche Farbe bekommt, wird auf der Website transparent erklärt. Es gibt Informationen zur Corona-Kommission, zu ihren Entscheidungskriterien, Einschätzungen und Empfehlungen. Auch eine grundlegende Erklärung, was man mit der Corona-Ampel erreichen will, und ein Link zu häufig gestellten Fragen, der zur Website des Gesundheitsministeriums führt, fehlen nicht.

Am Handy muss man reinzoomen
Am besten nutzbar ist die Website am PC - schon allein, weil die einzelnen Bezirke auf der Österreich-Karte am großen Bildschirm auf den ersten Blick besser erkennbar sind als am Handy, aber auch wegen der Sortierfunktion. Grundsätzlich funktioniert die Website aber auch problemlos am Handy.

Unterschiede zur Desktop-Version: In die Karte kann man am Handy nicht nur über die Steuerelemente darunter hineinzoomen, sondern auch per Touch-Geste. Das Menü ist indes etwas versteckt und über den „Sandwich-Button“ - der Knopf mit den drei waagrechten Strichen oben rechts - zugänglich. Der Informationsgehalt entspricht weitgehend jenem der Desktop-Website.

Fallzahlen fehlen auf der Ampel-Website
Praktischerweise bietet die Corona-Ampel-Website im unteren Bereich nebst Basics wie dem Impressum einen Link zum offiziellen Covid-19-Dashboard des Gesundheitsministeriums, wo die aktuellen Fallzahlen erfasst sind.

Schade wird manch ein Nutzer finden, dass die Zahlen nicht gleich auf corona-ampel.gv.at ausgewiesen werden. So hätte der Nutzer zusätzlich zur Risikobewertung auch gleich die harten Zahlen zum jeweiligen Bezirk zur Hand und müsste nicht zusätzlich das Dashboard aufrufen.

Abschließender Tipp: Wer gerade keinen Zugang zum Internet, dafür aber zu einem Fernseher hat, findet die aktuellsten Informationen zur Corona-Ampel auch im ORF-Teletext.

Fazit: Die Kernaufgabe, über das Covid-19-Risiko in den Bezirken zu informieren, erfüllt die Website zur Corona-Ampel tadellos. Im Detail könnte sich manch einer aber etwas mehr Übersicht wünschen. Kompakte Informationen, welche Maßnahmen bei welcher Ampelfarbe einzuhalten sind, würden die Website benutzerfreundlicher machen. Aber auch die Integration derzeit noch externer Infos - etwa der FAQ von der Ministeriums-Website oder der Zahlen aus dem Dashboard - könnte die Seite noch aufwerten.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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