Experte schwant Übles

Hört Messi gar auf, wenn ihn Barca nicht weglässt?

In den Konflikt zwischen Weltfußballer Lionel Messi und dem FC Barcelona kommt Bewegung: Der Vater und Manager des Argentiniers, Jorge Messi (62), sei in seiner Heimatstadt Rosario am Dienstag in einen Privatflieger Richtung Spanien gestiegen, berichtete der argentinische Sportsender „TyC Sports“. Am Mittwoch werde er sich mit Klub-Präsident Josep Bartomeu treffen. Allerdings: Ein anderer Argentinier bringt nun sogar das Karriereende Lionel Messis aufs Tapet ...

Einer, der Messi sehr gut kennt, macht Klub und Barca-Fans wenig Hoffnung. Landsmann Jorge Valdano, Weltmeister von 1986 und heute Kommentator spanischer Medien, meint, dass Barca keine Chance hat, den sechsmaligen Weltfußballer zu halten. „Messi ist schon weg aus Barcelona. Entweder darf er zu einem anderen Klub oder er geht nach Hause, da bin ich mir ganz sicher“, sagte Valdano im Interview des Radiosenders „Onda Cero“.

Der 33-jährige Messi selbst blieb am Dienstag indes auch dem zweiten Training der Katalanen zur Vorbereitung auf die neue Saison fern. Der neue Trainer Ronald Koeman habe die zweite Einheit im Trainingszentrum Ciutat Esportiva Joan Gamper in Barcelona mit denselben 19 Spielern geleitet, die am Montagabend auch am ersten Training teilgenommen hätten, teilte der Verein mit.

Da Messi vor den beiden ersten Trainingseinheiten am Sonntag auch die obligatorischen Coronavirus-Tests geschwänzt hatte, könnte der 33-Jährige nun von seinem Arbeitgeber nach dem dritten unentschuldigten Fernbleiben in Folge einer „schwerwiegenden Vertragsverletzung“ beschuldigt werden, berichteten mehrere spanische Medien übereinstimmend. Nach dem spanischen Arbeitsrecht könne Messi, der dem Klub seine Wechselabsicht bereits mitgeteilt hat, mit 25 Prozent seines Monatsgehalts bestraft werden.

Der Konflikt war am Sonntag eskaliert. Die Liga-Organisatoren teilten mit, dass Messi entgegen seinem Willen nicht ablösefrei gehen dürfe. In dem bis Juni 2021 gültigen Vertrag des Profis sei eine Ablöseklausel verankert, die weiter Gültigkeit habe. LaLiga nennt die Summe zwar nicht, nach übereinstimmenden Medienberichten beläuft sie sich aber auf 700 Millionen Euro. Der Verein besteht darauf, dass der Klub, der Messi verpflichten will, diesen Betrag zahlt - Verhandlungen ausgeschlossen, so der Verein. Der Streit droht deshalb vor Gericht zu landen.

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