28.08.2020 15:30 |

Für den Pfarrplatz

Alte Steine der Stadtmauer kehrten wieder heim

Als man im Jahr 1534 in Klagenfurt mit dem Bau der Befestigungsanlage begann, wurde das Material für die Mauer vom Steinbruch am Kreuzbergl geholt. Später wurde der Wall von Napoleon gesprengt. Einige Steine überlebten. Verschönerungsverein und Stadtrichter haben diese nun heimgeholt.

Mit geübtem Auge hatte der Obmann des Verschönerungsvereins, Gemeinderat Erich Wappis, erkannt, dass Steine, die in Krumpendorf lagerten Teile der alten Stadtmauer sind. „Wir haben sie zurückgeholt, um sie langfristig zu sichern. Finanziert wurde das von den Stadtrichtern.“

Die zehn Steine sind etwa mannshoch und haben an der Front eine runde Auswölbung. Sie werden jetzt in einem Depot gelagert. Dann sollen sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: „Diese Zeitzeugen sollen in Zukunft natürlich zugänglich sein. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit, sie bei der Umgestaltung des Pfarrplatzes einzubauen.“

Die erste Stadtbefestigung von Klagenfurt war Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet worden. Aber 1514 wurde die Stadt von einem verheerenden Feuer zerstört. 1518 schenkte Kaiser Maximilien die Stadt den Landständen. Er machte jedoch zur Bedingung, dass sie wieder aufgebaut werde. Im Jahr 1534 wurde nach Plänen von Domenico dell’Allio damit begonnen.

Von
Serina Babka
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