17.09.2010 19:17 |

Austrian GolfOpen

15-jähriger Steirer spielt Konkurrenz schwindlig

Nur der 42-jährige "Altmeister" Markus Brier und der erst 15-jährige Amateur Matthias Schwab haben bei den Austrian GolfOpen 2010 in Atzenbrugg von zwölf Österreichern den Cut geschafft. Während sich Brier als 60. gerade noch ins Wochenende zitterte, zeigte Jungstar Schwab eine sensationelle Vorstellung. Nach Runden von 70 und 69 Schlägen geht der bei fünf unter Par liegende Steirer als 10. mit nur 3 Schlägen Rückstand auf den führenden Engländer John Parry (136/8 unter Par) in den Moving Day.

Ohne Chance auf den Cut war mit Martin Wiegele auch Österreichs aktuelle Nummer eins. Der von einer im Vorfeld erlittenen Schnittwunde am Zeigefinger gehandicapte Grazer war mit seiner 70er-Runde zwar am Freitag um gleich acht Schläge besser als am Vortag, für den Einzug in die Preisgeld-Ränge war das aber doch deutlich zu wenig. Er verpasste mit einem Gesamtscore von 148 den letztlich bei eins über Par (145) liegenden Cut um drei Schläge.

Es war eindeutig das 18. Loch, das Wiegeles großen Heimauftritt vermasselte. Am Donnerstag hatte er dort ein Triple-Bogey fabriziert, am Freitag folgte ein Doppelbogey. Dennoch kämpfte der 32-jährige Grazer in der Hoffnungen auf eine Wetterverschlechterung bis zum Schluss. Vergeblich. "Die 70 war dennoch wichtig für das Selbstvertrauen. Die Saison ist ja noch lange nicht aus", sagte der Steirer, der dank seines Turniersieges in Frankreich für 2011 erstmals eine komplette Tourkarte sicher hat.

Brier muss kämpfen wie ein Löwe
Kämpfen wie ein Löwe musste auch Brier. Der Routinier lag nach nach drei frühen Birdies schon bei eins unter Par und auf vermeintlich sicherem Cut-Kurs, ehe ihn zwei Doppelbogeys (Loch 9 und 14) wieder zurückwarfen. Erst mit einem gestopften Birdie-Putt ausgerechnet auf der "verflixten" und abschließenden 18 rettete Kämpfer Brier noch den Cut, um den er aber ewig lange zittern musste.

Obwohl Brier im Kampf um die Tourkarte nur ein Spitzenplatz im Diamond CC weiterhilft, freute sich der zweifache Toursieger sehr. "Neun Schläge Rückstand sind nicht so enorm viel und wenn es endlich nur ein bisserl zu laufen beginnt, wer weiß. Im Golf geht es oft schnell, in beide Richtungen", sinnierte der Wiener mit Hinweis auf den nach Tag eins führenden Südafrikaner George Coetzee, der am Freitag "abstürzte".

"Wie deppert von mir"
Seine Doppelbogeys ("Zwei schlechte Schläge zum falschen Zeitpunkt, wie deppert von mir") seien bitter gewesen, alles hinzuschmeißen sei aber nie ein Thema gewesen, bekräftigte Brier. "Egal ob es um tausend oder hunderttausend Euro geht, aufgegeben wird nicht", erklärte Brier. "Und wer weiß, vielleicht machen es am Ende des Jahres die paar tausend Euro von Atzenbrugg aus."

Während sich auch der 15-jährige Burgenländer Robin Goger am Freitag mit einer 79er-Runde ins Aus schoss, gab es nicht zuletzt von Brier und Wiegele viel Lob für den gleichaltrigen Schwab, der sich um 14 Plätze verbesserte und bewies, dass er auch bereits über starke Nerven verfügt.

Golf-"Oldies" von Jungstar Schwab begeistert
"Er scheint etwas ganz richtig zu machen. Es ist Wahnsinn, mit 15 ganz vorne mitzuspielen", zeigte Brier Respekt vor der Leistung des Schladmingers, der gleichauf mit Kalibern wie Andrew Coltart und sogar einen Schlag vor Spaniens Star Miguel Angel Jimenez (17.) lag.

Als "sensationell" bezeichnete auch Wiegele die Leistung von Schwab. "Er ist gerade erst jüngster internatonaler Meister geworden und hat hier jetzt eine weitere Talentprobe abgeliefert. Es scheint, dass einige gute Junge bei uns herumlaufen", meinte Wiegele, warnte aber: "Der Weg bis zur Weltklasse ist noch weit, man sollte ihm nicht zu viel Druck auflasten."

Dem konnte Brier nur zustimmen. "Lasst's ihn ein bissl in Ruh', er soll das Wochenende genießen", bat er die Medien. Brier ist überzeugt: "Auch Goger wird seinen Weg machen. Man sieht, wir haben einige Talente in Österreich."

Ryder-Cupper mit guter Ausgangsposition
In Position gebracht haben sich auch die beiden Ryder-Cupper Jimenez und Graeme McDowell. Während sich der Spanier als 17. mit 140 Schlägen eine sehr gute Ausgangsposition für das Wochenende schuf, geht US-Open-Sieger McDowell sogar als erster Verfolger in den Moving Day.

Der Nordire gehörte nach einer 68er-Runde einem Trio an, das nur einen Schlag hinter dem führenden Parry lag. "Dabei musste ich meinen alten Driver auspacken, weil vor allem die Front neun hier so anspruchsvoll sind", erklärte der Zeitplatzierte im Race to Dubai und Weltranglisten-14. "Schön, dass ich so gut im Rennen bin", freute sich McDowell.

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