31.07.2020 22:35 |

Strafmaß wird geprüft

Todesurteil gegen Boston-Marathon-Bomber gekippt

Ein US-Berufungsgericht in Boston hat die Todesstrafe gegen einen der Attentäter des Bombenanschlags auf den Boston-Marathon (siehe Archiv-Videobericht oben) gekippt. In einer weiteren Urteilsanhörung soll nun über ein neues Strafmaß entschieden werden.

Die Bundesrichter bestätigten zwar einen großen Teil des Urteils, das gegen Dzhokhar Tsarnaev verhängt worden war - sie wiesen aber eine niedere Instanz an, einen neuen Prozess hinsichtlich der Anklagepunkte aufzulegen, für die er zu Tode verurteilt worden war.

„Dzhokhar Tsarnaev wird für den Rest seines Lebens im Gefängnis bleiben, es bleibt nur noch die Frage, ob die Regierung sein Leben durch seine Hinrichtung beenden wird“, schrieben die drei Richter des Berufungsgerichts in dem am Freitag veröffentlichten Urteil. Die Richter gaben der Verteidigung unter anderem in dem Punkt recht, dass das Auswahlverfahren der Jury fehlerhaft gewesen sei. So soll einer der Geschworenen Tsarnaev auf Twitter als „Abschaum“ bezeichnet haben.

Der heute 27-jährige Tsarnaev war Mitte Mai 2015 zum Tode verurteilt worden. Die Geschworenen befanden den jungen Mann für schuldig, gemeinsam mit seinem später getöteten Bruder Tamerlan im Zielbereich des Boston-Marathons im April 2013 zwei selbstgebaute Sprengsätze zur Explosion gebracht zu haben. Drei Menschen wurden bei dem schwersten Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001 getötet, mehrere der 264 Verletzten verloren Arme oder Beine. Während der mehrtägigen Flucht der beiden Attentäter kamen zudem ein Polizist und Tamerlan ums Leben, während Dzhokhar festgenommen werden konnte.

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