25.07.2020 21:40 |

Mit Tau geborgen

In Schwaz und Kitzbühel: Drei Alpinisten verletzt

Neben dem tödlichen Alpindrama im Ötztal kam es am Samstagnachmittag zu zwei weiteren Unfällen auf Tirols Bergen, bei denen es drei Verletzte gab. In Mayrhofen stolperte auf dem Aschaffenburger Höhenweg in Richtung Kasseler Hütte ein 31-jähriger Deutscher und stürzte rund zehn Meter in eine Rinne ab. Am Wilden Kaiser wurde zwei Klettereren ein wegbrechender Felsbrocken zum Verhängnis.

Zusammen mit zwei Bekannten wanderte ein 31-jähriger Mann aus Deutschland gegen 12.50 Uhr im Gemeindegebiet von Mayrhofen auf dem Aschaffenburger Höhenweg in Richtung Kasseler Hütte. Im Bereich der sogenannten Popbergschneid, auf einer Seehöhe von 2200 Metern, stolperte der Mann ohne Fremdeinwirkung und stürzte anschließend rund zehn Höhenmeter in eine Rinne ab.

Mit Tau geborgen
Dort blieb der 31-Jährige verletzt liegen. Nach der Alarmierung wurden fünf Einsatzkräfte der Bergrettung Mayrhofen zum Unfallort geflogen. Der Verletzte musste von den Bergrettern gesichert werden, um einen weiteren Absturz zu verhindern. Der 31-Jährige wurde vom Notarzt erstversorgt, anschließend mit dem Tau geborgen und in das Krankenhaus nach Schwaz geflogen.

Kletterunfall am Wilden Kaiser
 Als Vorbereitung für schwerere Touren kletterten im Wilden Kaiser zwei Alpinisten aus Deutschland (Alter 43 und 49 Jahre) gegen 16.30 Uhr eine Route des Schwierigkeitsgrades 4+ auf den Predigtstuhl Mittelgipfel. Nach der dritten Seillänge errichtete der 49-Jährige an einer Seilschlinge einen Stand und holte seinen Bergkameraden nach. In der Folge kletterte er dann rund zwei Meter vom Stand im brüchigen Gelände und wollte sich an einem rund zwei Meter großen Felsbrocken anhalten.

Mit Felsbrocken auf Kollegen geprallt
Plötzlich gab der Felsbrocken nach. Mit diesem zusammen prallte der 49-Jährige dann gegen den am Standplatz befindlichen 43-Jährigen. Der Felsbrocken zerschnitt die Seilschlinge am Stand, wodurch die beiden Alpinisten verletzt wurden. Der 49-Jährige konnte schwer verletzt noch mit mobilen Sicherungsmittel einen Standplatz bauen und sich und seinen Kollegen daran sichern.

Notruf von anderen Kletterern abgesetzt
Unbeteiligte Kletterer konnten den Steinschlag hören und setzten die Rettungskette in Gang. Die beiden Kletterer wurden mittels Bergetau von der Crew des Notarzthubschraubers geborgen. Nach der Erstversorgung beim Stripsenjochhaus wurden sie in das Krankenhaus in St. Johann geflogen. Insgesamt waren elf Einsatzkräfte der Bergrettungen St. Johann und Kufstein im Einsatz.

 Tiroler Krone
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