05.07.2020 12:00 |

Skisport

Assinger: „Schweizer riefen mich als Erste an“

Der Wahl-Salzburger Roland Assinger wechselt nach seinem Trainer-Aus bei den ÖSV-Speed-Damen zum Ski-Erzrivalen in die Schweiz. Ab Mitte September trainiert der 47-Jährige die Nachwuchs-Hoffnungen des Sportgymnasiums Davos. „Das ist vergleichbar mit Stams in Österreich“, sagt Assinger.

Ende April kam es ziemlich überraschend: Das Aus von Roland Assinger als Coach der ÖSV-Speed-Damen. Der 47-Jährige, der seit Jahren in Radstadt lebt, konnte sich nach sechs sehr erfolgreichen Saisonen nicht auf eine weitere Zusammenarbeit mit Österreichs Skiverband einigen. „Freilich war das ein Nackenschlag. Ich war seit 2008 Trainer beim ÖSV, habe 2014 die Weltcup-Truppe der Damen übernommen, mich die letzten zwölf Jahre mit viel Herzblut dieser Arbeit gewidmet.“

Auch Puchner wurde zur Siegläuferin

Der Erfolg konnte sich sehen lassen: Von den sieben Athletinnen, die er zum Großteil schon im Europacup 2012/13 betreute, wurden sechs zu Siegläuferinnen, darunter Salzburgs Mirjam Puchner. Dazu kamen der Dreifachsieg im Abfahrtsweltcup 2018/19, der WM-Titel im Super G von Nici Schmidhofer 2017 und Abfahrts-Silber von Steffi Venier.

Oft heißt es: Geht eine Tür zu, öffnet sich eine neue. Das traf auf Assinger auch zu. Er wird nun Skitrainer im Sportgymnasium Davos.

Bisher stets 220 Tage weg
„Die Schweizer haben mich als Erste angerufen“, erzählte der Ex-Abfahrer. Der vom „Stams der Schweiz“ mit mehreren Schwerpunkten (Ski, Nordisch, Snowboard, Eishockey, Golf, Tennis) schnell begeistert war. „Ich wollte einmal hinter die Kulissen blicken, wie es in den Schulen so abläuft. Aus Österreich hat sich ohnehin niemand gemeldet.“ Ausgerechnet der Ski-Erzrivale, der heuer erstmals seit 1990 Österreich den Nationencup entriss, profitiert nun vom Know-how Assingers.

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Ich arbeite ab Mitte September von Montag bis Donnerstag in der Schweiz, bin Freitag bis Sonntag daheim.

Roland Assinger konnte den neuen Job familienfreundlich regeln

Der sich auch deswegen für diesen Job entschied, weil er mit der Familie gut vereinbar ist. „Ich arbeite ab Mitte September von Montag bis Donnerstag in der Schweiz, bin Freitag bis Sonntag daheim.“ Die Kids (9 und 13 Jahre) wird’s freuen. „In den letzten zwölf Jahren war ich doch 220 Tage im Jahr weg. Das sind die Opfer, die man als Trainer bringt.“ Wobei, eine Rückkehr als Weltcup-Trainer bleibt schon im Hinterkopf. „Ich schließe nix aus. Aber 2020/21 bin ich auf jeden Fall im Gymnasium Davos.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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