22.04.2020 12:35 |

Pilottest in USA

„Pandemie-Drohne“ erkennt hustende Menschen

Zusammen mit Wissenschaftlern der University of South Australia hat der kanadische Hersteller Draganfly eine „Pandemie-Drohne“ entwickelt. Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, soll sie am Coronavirus Erkrankte aus der Luft aufspüren. Aktuell wird die Technologie im US-Staat Connecticut erprobt.

Der Bezirk Fairfield County in Connecticut gilt mit rund 8500 bestätigten Corona-Fällen als das Epizentrum des Bundesstaates für die Verbreitung des Virus. Bis heute gibt es mehr als 20.000 bestätigte Fälle in in dem US-Staat, der unmittelbar an New York City grenzt, wo die Zahl der Infizierten mit mehr als 139.000 sogar jene in der chinesischen Provinz Hubei, dem Ursprungsort des Ausbruchs, übersteigt.

Drohne erkennt hustende Menschen
Als „Hotspot“ in Fairfield County gilt die knapp 27.000 Einwohner zählende Stadt Westport. Hier will man dem Virus im Rahmen eines Pilotprojekts nun mit modernster Technologie aus der Luft zu Leibe rücken. Die „Pandemie-Drohne“ ist dazu mit einem speziellen Sensor- und Bildverarbeitungssystem ausgestattet, dass bis zu einer Entfernung von rund 58 Metern sowohl Körpertemperatur als auch Herz- und Atemfrequenzen messen sowie hustende und niesende Menschen erkennen soll. Zudem soll die Drohne die Einhaltung der sozialen Distanz in Menschenansammlungen überwachen.

„Eines der Hauptprobleme für Städte und Gemeinden wie Westport bei der Bewältigung und Reaktion auf eine Pandemie wie das Covid-19-Virus besteht darin, herauszufinden, wer infiziert werden könnte und wie weit sich die Krankheit ausgebreitet hat“, erläutert Stadtrat Jim Marpe. „Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, nach zugrunde liegenden Symptomen zu suchen. Durch die Zusammenarbeit mit Draganfly (...) sind wir in der Lage, wertvolle lebensrettende Daten aus der Ferne einzusehen sowie aktuelle und zukünftige gesundheitliche Notfälle besser zu bewältigen.“

„Keine Gesichtserkennung“
In dem Pilotprogramm sollen die Drohnen zum Schutz von Risikogruppen sowie zur Überwachung von Social-Distancing-Maßnahmen an Stränden, Bahnhöfen, Einkaufszentren und Parks eingesetzt werden. Bedenken bezüglich des Datenschutzes versucht der Hersteller zu zerstreuen und betont, bei seiner Drohne zwar biometrische Merkmale zu erfassen, aber keine Gesichtserkennungstechnologie zu nutzen.

Vielmehr werde die Software dazu verwendet, Muster innerhalb einer Bevölkerung zu verstehen, damit die Benutzer schneller auf laufende Ereignisse oder neue potenzielle Gesundheitsbedrohungen reagieren könnten, so Draganfly in einer Mitteilung. Die zugrundeliegenden Algorithmen könnten schnell Symptome wie Niesen und Husten, Bluthochdruck oder Herzrasen erkennen, um eine Diagnose der Krankheit zu stellen.

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