McLaren-Teamchef Andreas Seidl hält die Corona-Krise für einen „finalen Weckruf“ für die Formel 1. In einer Video-Konferenz am Mittwoch bekräftigte der 44-jährige Deutsche die Notwendigkeit von weiteren Sparmaßnahmen, um das Überleben der Motorsport-Königsklasse zu garantieren. In der Blase Formel 1 werde manchmal ignoriert, was draußen passiere, betonte Seidl: „Wir müssen dringend etwas ändern.“
Die Formel 1 müsse für alle Teilnehmer gesünder und nachhaltiger werden. Auch bei den großen Rennställen sei das Verständnis da, dass die Krise einige Teams, wenn nicht sogar die Formel 1 gefährden könne.
Budgetobergrenze
Seidl bekräftigte dabei auch noch einmal, dass die Budgetobergrenze weiter gesenkt werden müsse. Für die nächste Saison einigten sich die Rennställe mit den Verantwortlichen der Formel 1 und des Automobilweltverbandes (FIA) auf 175 Millionen US-Dollar (rund 160 Millionen Euro). Fahrergehälter zählen aber beispielsweise nicht dazu. „Wir wären einverstanden damit, Richtung 100 Millionen zu gehen“, sagte Seidl.
Neues Programm
Derzeit ist unklar, wann die Saison gestartet wird und wie viele Rennen stattfinden können. Die Formel-1-Bosse hoffen auf bis zu 18 oder 19 Grand Prix. 22 waren ursprünglich geplant. Seidl warnte aber auch davor, nur die Formel 1 im Blick zu haben. „Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein, bevor wir wieder mit unserem Zirkus aufschlagen.“ Es gehe darum, keine Kapazitäten auch auf medizinischer Seite, seien es zum Beispiel Tests auf das Virus Sars-CoV-2, zu verbrauchen, die woanders notwendiger seien.








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