15.04.2020 17:45 |

Im neuen Programm

Salzburg wird Rockys Horror nicht so schnell los

„Heimkehr zum Ich“, so lautet der Titel der Spielzeit 2020/21 des Salzburger Landestheaters. Im Fokus stehen Protagonisten, die ähnlich wie in der Corona-Krise mit sozialer Isolation konfrontiert sind, auch wenn die Wahl auf dieses Thema bereits vor Ausbruch der Pandemie gefallen ist. Die Erfolgsproduktion „The Rocky Horror Show“ bleibt auf vielfachen Wunsch weiterhin im Programm.

„Es war uns wichtig zu zeigen, dass wir an eine Zeit nach Corona glauben. Da wird die Kultur in Salzburg ein wesentlicher Faktor sein,“ sagte Intendant Carl Philip von Maldeghem zur Präsentation des Programms. Das Thema „Heimkehr zum Ich“ sei schon vor drei Jahren geplant worden. „Aber natürlich hat es jetzt einen besonders aktuellen Bezug“, so von Maldeghem.

Die Corona-Krise hat auch das Landestheater nicht verschont. Die Aufführungen der laufenden Spielzeit mussten wegen der Covid-19-Maßnahmen abgesagt werden, darunter sieben Premieren, wie das Landestheater am Mittwoch in einer Aussendung informierte. Noch sei nicht entschieden, welche dieser Produktionen doch noch zu sehen sind. Die spartenübergreifende Produktion „Mysterien. Ein Salzburger großes Welttheater“, werde jedenfalls in den neuen Spielplan integriert.

Schauspiel wird es vier Erst- und Uraufführungen geben, darunter das dokumentarische Theaterprojekt „#Ersthelfer #Firstaid“ des deutsch-türkischen Theatermachers Nuran David Calis. Auf dem Spielplan steht auch Ronnie Brodetzkys Theaterproduktion über YouTube-Tutorials sowie das medienkritische Stück „Network“, das im ORF Landesstudio Salzburg aufgeführt wird.

In der Inszenierung von Ferdinand Raimunds Zauberposse „Der Barometermacher“ wird auch der Klimawandel thematisiert. Auf die Bühne gebracht werden zudem Friedrich Schillers Klassiker „Die Räuber“ und Thomas Bernhards „Heldenplatz“. In Kooperation mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wird zudem eine „Nacht der vergessenen Stücke“ präsentiert. In der neuen Saison stehen auch wieder Musiktheater auf dem Spielplan, zum Beispiel Mozarts „Zauberflöte“ und Alma Deutschers Oper „Cinderella“.

Gezeigt wird zudem der zeitgenössische Opernthriller „Anthropozän“ von Stuart MacRae, diese kontinentaleuropäische Erstaufführung wäre schon im Mai 2020 geplant gewesen. Eröffnet wird die Opernsaison mit Paul Abrahams Jazzoperette „Die Blume von Hawaii“. Das Programm 2020/21 beinhaltet auch die Österreichische Erstaufführung „Der Schuh des Manitu“ von Michael Bully Herbig, als Musical produziert vom Salzburger Landestheater und in der Regie von Andreas Gergen. Die Premiere findet am Deutschen Theater München statt, ab Jänner ist die Westernparodie in Salzburg zu sehen. Aber das ist freilich noch lange nicht alles. „´Der Schuh des Manitu´ zeigt, dass wir das Thema nicht dogmatisch auslegen. Aber auch da überlegt sich die Hauptfigur, was sie in ihrem Leben erreichen will. Insofern passt es auch auf ´Heimkehr zum Ich´“, sagte Intendant von Maldeghem.

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