30.03.2020 09:40 |

Corona-Kranke an Bord

Ozeanriese „Zaandam“ passiert den Panamakanal

Das Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ mit mindestens zwei positiv auf das Coronavirus getesteten Passagieren hat seine Fahrt durch den Panamakanal begonnen. Gemeinsam mit seinem Schwesternschiff „Rotterdam“ habe es die Passage vom Pazifik in den Atlantik eingeleitet, teilte die Verwaltung des Panamakanals am Sonntag mit.

Zuvor hatte das panamaische Gesundheitsministerium die Durchfahrt genehmigt. „Für die Durchfahrt werden Maßnahmen ergriffen, um das Risiko für das Personal des Panamakanals zu minimieren“, hieß es.

Bereits erste Todesopfer am Schiff
Auf dem Kreuzfahrtschiff sind bereits vier Passagiere gestorben. Nach Angaben der Reederei Holland America Line handelte es sich dabei um vier ältere Menschen. Zuvor hatten sich 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Kritik an Reiseroute
Die „Zaandam“ mit 1243 Passagieren und 586 Besatzungsmitgliedern an Bord will durch die Karibik nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida fahren. Der Bürgermeister der Küstenstadt übte bereits scharfe Kritik an den Plänen. „Das ist vollkommen inakzeptabel“, schrieb er am Sonntag in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme. „Wir können unsere Stadt nicht weiteren Risiken aussetzen, während wir schon in einer Gesundheitskrise mit Tausenden positiv getesteten Patienten stecken.“

Anlegen in Chile untersagt
Das Kreuzfahrtschiff war am 7. März von Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires zu einer Kreuzfahrt aufgebrochen, die eigentlich am 21. März im chilenischen San Antonio enden sollte. Wegen der Corona-Pandemie hat Chile allerdings inzwischen alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

Passagiere verlegt
Zuletzt traf sich die „Zaandam“ vor der Zufahrt zum Panamakanal mit seinem Schwesternschiff „Rotterdam“. Die Besatzungen verlegten nun einige gesunde Passagiere auf die „Rotterdam“, um die Gäste besser zu verteilen und Platz für eventuell benötigte Quarantäne-Kabinen zu schaffen, wie Reedereichef Orlando Ashford am Sonntag in einer Videobotschaft erklärte.

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