Für 249.600 Euro!

Rekordpreis für Ölgemälde von Werner Berg

Kärnten
07.03.2020 06:21

Mucksmäuschenstill ist es 2010 im Klagenfurter Dorotheum, als sich zwei Telefonanbieter ein heißes Gefecht um Werner Bergs „Betende“ in Öl liefern, die um 87.800 € den Besitzer wechseln. Zehn Jahre später bringt ein Ölgemälde des Beutekärntners im Wiener Kinsky den Rekordpreis von 249.600 €.

„Nimm einen Kredit auf und versuch’ die ,Betenden’ zu ersteigern“, rät mir anno dazumal ein renommierter Kärntner Kunstkenner. „Ja, hätte ich nur“, werden sich wohl einige gedacht haben, angesichts der astronomischen Wertsteigerung, die der „Kritzelheini“, wie ihn Katharina Malle, legendäre Schießbudenbetreiberin auf dem Bleiburger Wiesenmarkt, liebevoll nannte, nun bei der Kinsky-Auktion eingefahren hat.

Damit kratzt der große Deutsche vom Rutarhof, der Land und Leuten Unterkärntens ein flächig-reduziertes Loblied sang, an jenem höchstpreisigen Wert, den Kärntnerin Maria Lassnig als langjährige Spitzenreiterin auf Österreichs Kunstmarkt bringt.

(Bild: Werner Berg Museum)

Mitverantwortlich für den monetären Dekadensprung Bergs sind zweifelsohne Museumsbetreiber Arthur Ottowitz sowie Berg-Enkel, Kurator und Nachlass-Verwalter Harald Scheicher, die mit geballter Ausstellungstätigkeit, dem Dialog mit Weltstars der Kunst und Scheichers grandiosen Publikationen die hohe Qualität des Berg-Œuvres immer wieder in neues Licht setzen und um den Globus tragen.

Angeblich wurde Bergs „Sommerabend“ der Kegler, der jetzt fast eine Viertelmillion € gebracht hat, schon einmal um 250.000, aber noch Schilling (!), verkauft. Das nennt man Wertsteigerung made in Kärnten! Lino

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