Abfuhrt in Frankfurt

Salzburg k.o.: „Stimmung wie beim Weltuntergang“

Sie sprachen vom Titel und bekamen eine Abreibung! Serien-Meister Salzburg erlebte beim 1:4-Debakel in der Europa League bei Eintracht Frankfurt sein blaues Wunder. „Die Stimmung war wie beim Weltuntergang“, sprach Torhüter Cican Stankovic über die Momente nach Spielende. Max Wöber will „Klartext reden!“

Der Schock war spürbar, der Stachel saß tief. Die so erfolgsverwöhnten Bullen wurden vor 47.000 Fans in der Commerzbank Arena phasenweise vorgeführt!

„Nicht ein Spieler hat seine normale Leistung gebracht“, zeigte sich Trainer Jesse Marsch nach dem Spiel fassungslos. Ohne Mut, ohne Willen, ohne Chance: Österreichs Serien-Meister wurde von Ex-Trainer Adi Hütter und seiner Truppe auseinander genommen. Weshalb Marsch ein Kopfproblem ortete. „Ich denke, es ist eins“, meinte er US-Amerikaner, wirkte zugleich aber völlig ratlos. „Ich weiß nicht, warum!“

Rätseln nach verkorkster Woche
Generell beginnt in Salzburg nun das große Rätseln nach einer völlig verkorksten Woche. In der Liga mit 2:3 dem LASK unterlagen, womit nicht nur die 53 Spiele während Serie an ungeschlagenen Liga-Heimspielen jäh endete, sondern auch noch der Platz an der Sonne für die Oberösterreicher geräumt werden musste. Als negativer Höhepunkt folgte der Offenbarungseid in Frankfurt. Bei dem sich die Salzburger auch noch von den gegnerischen Fans verhöhnen lassen mussten.

„Einer geht noch, einer geht noch leicht“, skandierten sie. In der Tat hätten die Deutschen gut und gerne noch zwei, drei weitere Tore erzielen können.

Aufstieg illusorisch
So aber gelang durch Hwang gar noch der Ehrentreffer, besteht noch eine Minimalchance auf den Aufstieg. Angesichts der Leistung im Hinspiel erscheint der freilich völlig illusorisch, geht es für die Bullen vielmehr darum, sich für die erschreckend schwache Vorstellung zu rehabilitieren.

Marsch sieht sich daher besonders gefordert. „Jeder Trainer ist gut, wenn es einfach ist. Er muss am besten sein, wenn die Situation schwierig ist.“ Er allein kann’s aber nicht richten, weshalb er in Richtung seiner Truppe meinte: „Wir brauchen jetzt Männer!“

Christoph Nister und Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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