16.07.2010 10:38 |

iPhone-Probleme

Jobs soll schon vor einem Jahr davon gewusst haben

Die Empfangsprobleme beim neuen iPhone werden für Apple immer peinlicher und gehen mittlerweile auch ins Geld. Laut einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg wusste Konzernchef Steve Jobs schon lange über die Nachteile der neuen Antennen-Konstruktion des Handys bescheid. Diese Negativschlagzeile ließ den Aktienkurs des Unternehmens an der Nasdaq am Donnerstag unter die Schwelle von 250 Dollar (195 Euro) fallen.

Laut Bloomberg habe ein hochrangiger Ingenieur das Management bereits im vergangenen Jahr gewarnt, dass eine außenliegende Antenne die Empfangsleistung schwächen könne. Auch einer von Apples Partnern unter den Mobilfunk-Betreibern habe demnach seine Sorgen geäußert. Apple wollte den Bericht vorerst nicht kommentieren.

Software-Update soll Probleme beheben
Am Freitag will Apple auf einer Pressekonferenz zu den Problemen Stellung nehmen. Voraussichtlich soll auch ein Software-Update präsentiert werden, das unter anderem Probleme mit der Darstellung der Signalqualität beheben soll. Den Apple-Entwicklern wurde bereits eine erste Testversion des Betriebssystems iOS 4.1 zur Verfügung gestellt. Ob dieses Update wirklich alle Probleme beheben kann, ist zumindest fraglich. Zuletzt war auch immer wieder die tatsächliche Empfangsqualität im US-Mobilfunknetz von AT&T bemängelt worden.

Die amerikanische Verbraucherschutzorganisation Consumer Union kritisierte in dieser Woche, dass es zu einem Signalverlust kommen kann, wenn das neue Apple-Handy so in der Hand gehalten wird, dass ein entscheidender Teil der integrierten Antenne verdeckt wird. Die Verbraucherschützer äußerten Zweifel an der Erklärung von Apple, wonach es sich lediglich um eine ungenaue Anzeige und keinen wirklichen Defekt handeln soll.

Die Kritik am neuen iPhone stößt bei der Konkurrenz auf offene Ohren. Auf einer Microsoft-Konferenz verglich Chief Operating Officer Kevin Turner das iPhone 4 nach einem Bericht der Zeitschrift "ComputerWorld" mit den Problemen des eigenen Betriebssystems Windows Vista und sagte: "Es sieht so aus, als ob das iPhone 4 ihr Vista sein könnte, und das finde ich o.k.." Zuvor hatten bereits die Handy-Hersteller Nokia und Motorola den iPhone-Hersteller mit Häme eingedeckt.

Reißender Absatz
Ungeachtet der offensichtlichen Probleme findet das iPhone 4 nach wie vor reißenden Absatz. In Deutschland etwa müssen Kunden, die das Apple-Handy derzeit bei der Telekom vorbestellen, geschlagene neun Wochen auf die Auslieferung des Mobiltelefons warten.

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