03.02.2020 08:19 |

Luftüberwachung

China setzt im Kampf gegen Coronavirus auf Drohnen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des tödlichen Coronavirus haben die Behörden in China offenbar ein neues Mittel gefunden: Drohnen. Die Fluggeräte werden nicht nur dazu verwendet, Desinfektionsmittel zu versprühen, sondern auch, um Personen, die sich ohne Schutzmaske im Freien aufhalten, zu identifizieren und nach Hause zu schicken.

Wie die staatliche englischsprachige Tageszeitung „Global Times“ berichtet, sollen Behörden in ländlichen Gebieten auf kreative Weise Drohnen einsetzen, um die Anwohner daran zu hindern, sich während des landesweiten Kampfes gegen das Coronavirus ohne Maske im Freien zu versammeln.

In einem viralen Video, das über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo verbreitet wurde, ist demnach zu sehen, wie eine Gruppe Menschen nahe Chengdu, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan, beim Mahjong-Spielen im Freien erwischt wird. „Sie wurden gesichtet. Hören Sie auf zu spielen und verlassen Sie den Ort so schnell wie möglich“, fordert sie ein örtlicher Beamter, der das Geschehen aus sicherer Entfernung über einen Bildschirm verfolgt, per Drohne zum Verlassen des Platzes auf.

„Guter Einsatz von Hightech!“
In einem anderen Video ist eine Polizistin zu sehen, die an einer Kreuzung im Kreis Shuyang in der ostchinesischen Provinz Jiangsu per Drohne beobachtet, ob Passanten ihre Schutzmasken tragen. „An den hübschen Kerl am Smartphone: Wo ist Ihre Maske? Setzen Sie sie bitte auf“, hört man sie über einen Lautsprecher rufen. Und: „Die Mädchen, die beim Gehen essen, setzen bitte ihre Masken auf. Sie können essen, wenn Sie zu Hause ankommen.“

Dem Bericht nach scheint diese Form der Überwachung bei vielen Internetnutzern gut anzukommen: „Guter Einsatz von Hightech!“, wird ein Weibo-Nutzer zitiert.

Influencer erlaubte sich Scherz
Ein weiteres Video, in dem eine ältere Frau ohne Mundschutz aufgefordert wird, nach Hause zu gehen und sich die Hände zu waschen, dürfte indes ein Fake sein und von einem Influencer stammen, der sich damit einen Scherz erlauben wollte. Gegenüber der „Beijing Times“ sagte der Filmer, das Video sei in der Stadt Baimiaozi im Norden des Landes entstanden. Er habe mit dem Video dafür sorgen wollen, die Maßnahmen zur Prävention einer Epidemie bekannter zu machen.

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