17.01.2020 12:35 |

„Vorsichtsmaßnahme“

Der Landeschef pocht weiter auf Liftabbau-Kosten

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) bleibt dabei: Als oberster Chef der Seilbahnbehörde pocht er auf seine 1,3 Millionen Euro schwere Forderung für drohende Liftabtragungskosten im Konkursverfahren der Gaißauer Bergbahn GmbH. Der Grund? Eine Auskunft aus dem Verkehrsministerium, lässt er ausrichten.

„Die öffentliche Hand fordert 1,3 Millionen Euro für drohende Lift-Abbruchkosten, wenn sich kein neuer Betreiber findet“ – dieses Begehren sorgte am Mittwoch bei der ersten Tagsatzung im Konkursverfahren der Gaißauer Bergbahn GmbH am Landesgericht für Aufsehen.

Und am Tag danach tut es das noch immer: Denn Landeshauptmann Wilfried Haslauer hält in seiner Funktion als Seilbahnbehörde an der eingebrachten Forderung fest. Obwohl Masseverwalter Wolfgang Hochsteger eben diese, wie berichtet, als einzige von über 30 Forderungen bestritt. Es sei unklar, ob sie zulässig ist, also ob es ein Gesetz gibt, das besagt, dass die öffentliche Hand die Abbruchkosten auch tatsächlich tragen muss.

Haslauer selbst wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern. Im Amt der Landesregierung weiß man: Das Verkehrsministerium habe auf Anfrage zu dem Schritt als „Vorsichtsmaßnahme“ geraten. Hohe Abbau-Kosten sollen dem Bund, für den der Landeshauptmann als „Seilbahnbehörde“ handelt, erspart bleiben.

Ob die Forderung berechtigt ist, wird das Gericht entscheiden. Haslauer glaube nach wie vor an die Skischaukel Gaißau-Hintersee, meint sein Sprecher, Christian Pucher: „Das Land ist bereit, bei Vorliegen eines Konzeptes Investitionen in Lift -und Beschneiungsanlagen mit bis zu zwei Millionen Euro zu fördern.“

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