X-Mas-Story

„Von Tino bekommst du nie Einheitsbrei“

ÖFB-Star Valentino Lazaro ist mittlerweile auch sportlich voll bei Inter Mailand angekommen. Warum er von Trainer Antonio Conte schwärmt und wie er mit Kumpel Romelu Lukaku gegen Rassismus auftritt. Außerdem spricht er über seine Vorfreude auf die EM 2020.

Obwohl Valentino Lazaro vor seinem Sommerwechsel um 22 Millionen Euro von Hertha zu Inter Mailand noch kein Italienisch konnte, gibt er jetzt schon fließend Interviews. Der Sohn eines Angolaners und einer Österreicherin mit griechischen Wurzeln nickt: „Es wird immer besser. Mir liegen Sprachen.“ Manager Max Hagmayr erklärt: „Tino ist sehr intelligent, lernt schnell. Dass er schon so gut Italienisch kann, schätzen die Inter-Fans sehr.“

Er scheut auch heikle Themen nicht
Wie zuvor in Deutschland tritt Lazaro eloquent auf, spricht alles offen an. Nachdem Kumpel Romelu Lukaku vor einem Elfmeter in Cagliari mit Affenlauten beleidigt worden war, betonte Österreichs Teamspieler: „Es ist traurig, dass wir im Jahr 2019 noch immer über Rassismus reden müssen. Wir müssen dagegen etwas tun. Das hat in unserer Welt nichts zu suchen. Wir sind stärker!“ Hagmayr: „Er scheut auch heikle Themen nicht, obwohl er in diesem Fall gar nicht persönlich betroffen war. Generell bekommst du von ihm nie Einheitsbrei.“

Auch sportlich ist Lazaro, den Anfang der Saison eine Verletzung zurückgeworfen hatte, mittlerweile voll in Mailand angekommen. In den vergangenen Wochen spielte der Mittelfeldspieler regelmäßig, bereitete bei sechs Einsätzen in der Serie A und vier Auftritten in der Champions League zwei Tore vor. Von Coach Antonio Conte schwärmt Tino: „Er ist ein Weltklasse-Trainer. Er arbeitet akribisch, legt viel Wert auf Taktik. Seine Videoanalysen sind extrem ausführlich. Er kann eine Mannschaft auf ein neues Level bringen.“ Inter wurde punktegleich mit Juventus Turin Winterkönig.

„EURO-Potenzial ist da“
In Österreichs Nationalteam war der 23-Jährige heuer sowieso Leistungsträger, glänzte mit zwei Toren und einem Assist. Im Hinblick auf die EURO 2020 erklärt Lazaro, der einer von vielen Kandidaten für den Titel „Krone“-Fußballer des Jahres ist: „Jeder Einzelne hat sich enorm entwickelt. Das Potenzial für die EURO ist da. Für uns ist klar, dass wir in jedem Fall besser als bei der EM 2016 spielen wollen.“

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

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