04.01.2020 05:02 |

Erste Hilfe

Richtig reagieren nach Skiunfall

Vorsicht auf der Piste! Überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Selbstüberschätzung sind die Ursachen für mitunter schwere Unfälle. Welche Aktionen Sie setzen, wenn Sie Zeuge eines Zwischenfalls werden:

Sonnige Hänge und Pulverschnee! Viele genießen dieser Tage sportliche Aktivität auf Skiern oder Snowboards. Ein Malheur auf der Piste kann jedoch schnell passieren. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit verunglücken jährlich etwa 23.000 Skifahrer in Österreichs Bergen. Dazu kommen noch 4300 verletzte Snowboarder. Mit diesen Zahlen liegt der alpine Skilauf bei Sportunfällen an zweiter Stelle. Kopfverletzungen sind häufig, die Knie aber am meisten betroffen, und zwar in rund einem Drittel der Fälle.

Mehr Vorsicht auf der Piste walten lassen!
Schuld daran sind nicht nur das Material und Ungeübtheit, sondern auch Leichtsinn, erläutert Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber: „Carvingskier, Selbstüberschätzung und nicht selten Alkohol führen zu vielen Unfällen.“ Oft würde es schon helfen, vorsichtig zu sein und sich entsprechend aufzuwärmen. Ist man in einen Unfall verwickelt, ist Erste Hilfe nicht nur geboten, sondern auch Pflicht. Jeder Wintersportler sollte daher über die richtigen Maßnahmen nach Stürzen und „Verkantern“ Bescheid wissen. „Zunächst ist es wichtig, die prekäre Stelle abzusichern“, erklärt Dr. Wolfgang Schreiber. „Dafür je nach Gelände einfach in ausreichender Entfernung oberhalb der Unfallstelle Skier und Stöcke über Kreuz in den Schnee stecken. Dann sollten Sie den Verletzten so lagern, wie es für ihn am angenehmsten ist, seinen Helm abnehmen - und schließlich Hilfe holen.“

Die Rettung erreicht man unter 144, die Bergrettung unter 140. Sollte es keinen Empfang geben, das Handy aus- und wieder einschalten, dann den Euro-Notruf 112 wählen. Falls Sie nach wie vor kein Netz haben, am besten versuchen, den Standort zu wechseln. „Wenn dann Hilfe angefordert ist, so lange bei ihm bleiben, bis die Rettungskräfte eintreffen“, berichtet Dr. Schreiber. „Währenddessen die Person vor dem Auskühlen schützen und zudecken, aber auf keinen Fall Getränke zuführen - schon gar keinen Alkohol.“ Bei Atem-Kreislauf-Stillstand natürlich lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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