19.12.2019 09:20 |

Bigamie-Vorwurf

Verheiratete Salzburgerin wollte wieder „Ja“ sagen

Ihre Heiratslust machte die Salzburgerin Susanne B. (30) nicht nur österreichweit bekannt - die Braut ist deswegen nun auch angeklagt: Der Staatsanwalt wirft ihr versuchte Mehrfachehe vor. Anlass ist die geplatzte Hochzeit im Schloss Mirabell im April. Ihr Fast-doch-nicht-Ehemann wäre mitangeklagt. Nur: Er ist schon wieder in Gambia.

Es war eine Szene Anfang April im pompösen Schloss Mirabell. Eine, die in Österreich Schlagzeilen machte: Ein Bräutigam (32), der vor dem Ja-Wort in Handschellen abgeführt wird - Schubhaft! Und eine Braut, die, in Tränen aufgelöst, nach ihm schreit. Dabei hätte es die Braut zu diesem Zeitpunkt besser wissen müssen: Sie war bereits verheiratet.

Im Jänner 2016 hatte Susanne B. schon ein weißes Brautkleid an. Es war eine Hochzeit in Nigeria, der Heimat ihres eigentlichen Ehemannes, mit dem sie zwei Kinder hat. Doch die Ehe stand unter keinem guten Stern - vielmehr verwandelte sich die Liebesbeziehung in einen Rosenkrieg.

Gewaltvorwürfe gegen Ehemann
Die Salzburgerin zeigte den Nigerianer (25) an und erhob Gewaltvorwürfe, die ihn vor den Richter brachten. Ende Oktober endete der Prozess mit einem rechtskräftigen Freispruch. Eine Scheidung scheiterte. Die Salzburgerin versuchte auch vergeblich, die Ehe durch das Verwaltungsgericht annullieren zu lassen.

Braut nun selbst angeklagt
Nun aber hat sich das Blatt vollends gewendet: Jetzt ist die Salzburgerin selbst Angeklagte. Eine versuchte Mehrfachehe nach Paragraf 192 Strafgesetzbuch wirft die Staatsanwaltschaft der Braut vor - genauso dem Bräutigam.

Aber: Der Gambier ist bereits außer Landes gebracht worden. Deshalb dürfte die zweifache Mutter wohl alleine vor Richterin Anna Sophia Geisselhofer Platz nehmen. Der Prozess ist für den 14. Jänner im Salzburger Landesgericht anberaumt, so Sprecher Peter Egger. Strafdrohung: bis zu drei Jahre Haft.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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